Prignitzer Schüler : Sie waren die letzte Besuchergruppe im Landtag

Prignitzer sind die letzte Besuchergruppe im Landtag.
Prignitzer sind die letzte Besuchergruppe im Landtag.

Jugendhilfe Nordwestmecklenburg organisierte für 50 Grundschüler aus der Prignitz Fahrt nach Potsdam

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22. März 2020, 20:00 Uhr

Gerade noch Glück gehabt, hatten Grundschüler aus der Prignitz. Sie waren eine der letzten Besuchergruppen, die vorerst den Potsdamer Landtag live erleben durften.

50 Klassensprecher unterwegs

Mit dem Projekt „Demokratie leben“ hatten am 11. März die Klassensprecher der Klassen 3 bis 6 die Chance, hinter die Kulissen der Landespolitik zu schauen. Klassensprecher der Perleberger Rolandschule sowie Geschwister-Scholl-Grundschule, der Grundschulen Kleinow, Demerthin und Glöwen, insgesamt 50 Mädchen und Jungen, fuhren für einen Tag mit der Jugendhilfe Nordwestbrandenburg in die Landeshauptstadt.

„Begleitet wurden wir dort durch eine studentische Hilfskraft, die dann auch geschichtliche Erklärungen am Landtagsmodell vornahm“, berichtet Sozialarbeiterin Manuela Pötter. Eine Stunde lang konnten die Kinder danach fünf Landtagsabgeordneten verschiedener Parteien Fragen stellen. Manuela Pötter berichtet von regem Interesse.

Der Höhepunkt: Das RBB-Studio

Nach einer kleinen Stärkung in der Landtagskantine kam für die Kinder der spannendste Teil des Tages. „Höhepunkt danach war der Besuch des Radio-und Fernsehstudios des RBB im Landtag, wo die Kinder viele Informationen rund ums Studio bekamen und sich im Anschluss ausprobieren konnten“, so Manuela Pötter. Unter anderem konnten sie ein Interview für das Radio aufnehmen.

Wir erhielten die Info, dass wir für die nächste Zeit die letzte Besuchergruppe im Landtag sein werden – präventive Maßnahme wegen Corona. Manuela Pötter, Sozialarbeiterin bei der Jugendhilfe Nordwestbrandenburg

Nach diesem informativen Tag kam dann die Überraschung: „Wir erhielten die Info, dass wir für die nächste Zeit die letzte Besuchergruppe im Landtag sein werden – präventive Maßnahme wegen Corona“, sagt die Sozialarbeiterin. Nach ihnen sei keine Gruppe mehr reingekommen. Bis zum Ende der Osterferien, erst einmal bis zum 19. April ist der Besucherverkehr aus Vorsichtsmaßnahmen eingeschränkt. Die Karstädter Grundschule, die auch Klassensprecher mit nach Potsdam mitschicken wollte, hatte den Ausflug bereits im Vorhinein abgesagt.

Als Nächstes ein Workshop

Für die Prignitzer Schüler geht es auch ohne Landtag weiter. „Wir bilden die Klassensprecher weiter“, so Pötter. Mit einem Workshop, bei dem sie mit den Sozialarbeitern die Aufgaben als Klassensprecher herausarbeiten und Materialien für ihre Arbeit erhalten. Dazu gibt’s eine „Arbeitskiste“ mit Stiften, Blöcken und Merkzettel. Etwas müssen sich die Schüler aber noch gedulden – bis nach der Corona-Krise und bis die Schulen wieder öffnen.

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