Unterwegs zum Simson-Treffen : Sie schwören auf ihre Mopeds

simson suhl

Der „Prignitzer“ traf Fans aus Wentdorf und Umgebung auf dem Weg zum zweiten Simson-Treffen in Burow.

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20. Juni 2016, 12:00 Uhr

Burow ist das Ziel: Da trafen sich am Wochenende die Freaks von Schwalbe, Habicht, S 50, S 51 und die der legendären SR 2, bekannt unter dem Namen Essigzicke. Aus Wentdorf und Cumlosen, aus Gadow, Wittenberge und Umgebung haben sich weit über 20 Mopedfahrer auf den Weg dort hingemacht. Der besondere Geruch des Benzin-Öl-Gemischs liegt in der Luft. „Alles Zweitakter eben“, sagt lachend Daniel Körner. Der Wittenberger ist der einzige im Feld, der seine S 50 auf einem Anhänger dabei hat. Davor ganz stilecht ein Zweitaktauto, ein Trabi als Familien-Pkw mit Söhnchen Luiz und Mutti Susann Seltmann.

Die anderen sitzen stolz auf ihren Mopeds, die, das versichern sie alle durch die Bank weg, „einwandfrei laufen“. Und wenn mal was ist? Kein Problem. Kraftfahrzeugmeister Meik Johnke aus Wentdorf ist selbst – gemeinsam mit seiner Frau Anja – leidenschaftlicher S 51-Fahrer. Bei ihm sind die Mopeds von Simson Suhl in guten Händen. Johnkes haben wie auch Vater und Sohn Schmidt die große Ausfahrt zum Treffen in Burow bei Berge mitorganisiert. Schmidts fahren mit ihren SR 2 von 1958 und 1960 die ältesten Mopeds in dieser Truppe.

Meik Johnke und seine S 51 sind fast gleich alt. „Wir passen eben richtig gut zusammen“, sagt der sympathische junge Mann. Die knapp 9000 Kilometer auf dem Tacho künden von viel Fahrvergnügen. Meik Johnke erzählt: „Vor 13 Jahren haben wir die S 51 quasi aus einer Garage gerettet und neu aufgebaut.“ „Einmal antreten und sie läuft“, fügt Ehefrau Anja an.

Ein Hingucker ist die Schwalbe, mit der Felix Kasten aus Gadow auf den Weg zum Simson-Treffen nach Burow ist: Und das nicht nur wegen der leuchtend roten Farbe. Seine rote Lola – so heißt sie – sieht super aus. „Sie hätten sie vor einigen Jahren sehen sollen. Da sah sie noch ganz anders aus“, erzählt der junge Mann. Seine rote Lola kennt er schon, da ging er noch in Krippe und Kindergarten. „Ich bin mit ihr hingefahren worden.“ Später als 15-, 16-Jähriger hat er auf der Schwalbe seine ersten Mopederfahrungen gemacht, wie auch die Cousins. „Wir sind auch mal gestürzt. So sah die Schwalbe dann auch aus.“ Nach Jahren in der Garage wurde sie wiederentdeckt und für die Mutter, die Interesse hatte, neu aufgearbeitet. Für Felix Kasten auch ein großes Glück, denn er sitzt nun (wieder) sehr gern auf seiner Lola.

Das jüngste Moped in der Gruppe fährt der Wentdorfer Detlef Jantzen: Es ist ein Habicht, Erstzulassung 1997. „Ich habe jetzt extra noch mal nachgeguckt. Der ist wirklich schon nach Wessistand gebaut.“ Jantzen hat das Moped, wie er erzählt, geerbt. Hin und wieder an Wochenenden holt er es ’raus und ist mit ihm unterwegs. „Es ist der Spaß an der Freude.“ Vater und Sohn Schmidt fügen an: „Und man muss etwas verrückt sein, wenn man sich solche historischen Maschinen anschafft und unterhält.“  

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