Rettungshunde : Sie haben die besten Nasen

Mario Burgermeister mit Balu, Antonina Zado mit Fridolin, Prüfer Stefan Cario von der DRK RHS Stendal und Patricia Stark mit Shadee (v. l.). Alle drei Tiere haben bestanden.
Mario Burgermeister mit Balu, Antonina Zado mit Fridolin, Prüfer Stefan Cario von der DRK RHS Stendal und Patricia Stark mit Shadee (v. l.). Alle drei Tiere haben bestanden.

Drei Prignitzer Rettungshunde bestehen Prüfung und können bei der Suche nach Vermissten helfen

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17. November 2014, 08:00 Uhr

Mittelfristig wird die Wittenberger Feuerwehr eine eigene Rettungshundestaffel zur Ortung von Vermissten haben – die einzige in Nordbrandenburg. Gestern legten die ersten drei Tiere Prüfungen ab, darunter Shadee.

„Shadee ist ein Maintrailer, ein Spezialist unter den Suchhunden“, sagt Patrizia Stark, die die Gruppe leitet. Drei Jahre lang hat sie ihre Hündin auf diesen einen Tag hin trainiert. Nun ist es geglückt, freut sie sich.

Maintrailer sollen vermisste Personen aufspüren. „Sie nehmen an einem Kleidungsstück oder auch am Autositz den Geruch auf und folgen dann nur dieser einen Spur“, erklärt Patrizia Stark. Zum Einsatz kommen Maintrailer, wenn eine Person aus einem Pflegeheim vermisst wird oder wenn sich nach einem Verkehrsunfall der Fahrer nicht mehr am Unfallort befindet, nennt sie klassische Beispiele.

Anfragen habe es schon mehrfach gegeben, aber bisher war die Ausbildung der Tiere noch nicht abgeschlossen. Zwei weitere Tiere sollen ab dem nächsten Jahr einsatzfähig sein. Sie absolvierten gestern eine erste Teilprüfung als Flächenhunde. Innerhalb von 20 Minuten mussten sie auf einer 25 000 Quadratmeter großen Fläche zwei vermisste Personen finden.

Im nächsten Jahr müssen sie bei der großen Prüfung noch mehr Personen auf einer noch größeren Fläche in weniger Zeit finden, fast Patrizia Stark zusammen.

Das Aufspüren der Personen sei nicht das einzige Kriterium bei den Prüfungen. „Die Tiere müssen sehr gut gehorchen, bei Fuß laufen und sich auch auf Distanz lenken lassen“, so Patrizia Stark. Sie müssen über Hindernisse springen, auf einem wackligen Untergrund laufen und ohne zu zögern durch eine Röhre kriechen. „All das macht nicht jeder Hund.“ Das erkläre auch die zum Teil sehr lange Ausbildungszeit.

Die Hundestaffel zählt derzeit zwölf Mitglieder und hat neun Tiere. Sobald diese offiziell einsetzbar sind, wird die Staffel in der Leitstelle in Potsdam registriert und im Bedarfsfall genauso wie Feuerwehren, Notärzte oder Seelsorger alarmiert. Patrizia Stark freut sich, wenn sie mit Shadee helfen kann. „Mir macht es schon großen Spaß, mit Hunden zu arbeiten und wenn wir dann sogar noch ein Menschenleben retten können, ist das doch eine tolle Sache.“


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