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Der Prignitzer

21. November 2017 | 07:35 Uhr

Selbst Schuld

vom

svz.de von
erstellt am 08.Okt.2007 | 07:17 Uhr

Wenn die EU dem Süden Brandenburgs weniger Fördergeld zugesteht als dem Norden, dann gibt es ein Recht des Agrarministers, darauf aufmerksam zu machen. Das ist eine Erklärung dafür, dass es im Landessüden deutlich weniger geförderte Stellen im Rahmen des Freiwilligen Ökologischen Jahres gibt. Hinzugefügt werden sollte allerdings, dass es Zeiten gab, in denen das Land selbst den Löwenanteil der FÖJ-Finanzierung trug. Damals konnte es selbst bestimmen, wo und wie viele Jugendliche diese interessante Tätigkeit ausüben durften.

Hinzufügen sollte der Minister jedoch noch mehr. Nämlich, dass es vor allem die Schuld der Landesregierung war, dass es zu dieser Förderzweiteilung durch die EU gekommen ist. In Potsdam hat man die Teilung bei der Antragstellung in eigener Initiative vorgenommen. Dem lang die Annahme zugrunde, dass andernfalls ganz Brandenburg einen niederen Förderstatus erhalten könnte. Das Gegenteil trat ein. Heute wissen wir, dass das gesamte Land bei traditioneller Beantragung weiter die Höchstförderung erhalten hätte. Nun aber macht Brüssel jenen Unterschied, den Brandenburg selbst vorgab. Das kostet das Land einige hundert Millionen Fördereuro. Es ist richtig, man kann sich auch mal irren, und später ist man sowieso immer klüger. Dieser Landesregierung allerdings fehlt permanent das nötige Quentchen Glück.

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