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Alte Ölmühle Wittenberge : Selbst die Elbe brannte fast

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Tolles Konzert mit flammendem Abschluss - Newcomer Die Krankheit begeistert von Publikum und Location

Sie haben es fast geschafft, selbst den Fluss in Flammen zu setzen. Die von einer gigantischen Pyroshow begleiteten Darbietungen von „Stahlzeit“ waren musikalisch und optisch der Höhepunkt des diesjährigen Festivals „Die Elbe brennt“ in der „Alten Ölmühle“ Wittenberge.

Nicht nur für die Besucher, die zahlreicher als im Vorjahr gekommen waren, bildete das kleine Festival den Einstieg in die Open-Air-Saison. „Das ist unser erstes großes Konzert in diesem Jahr“, verkündeten beispielsweise die „Haudegen“ von der Bühne. Dementsprechend bemühten sich die beiden Sänger gemeinsam mit ihrer neuen Band, Stimmung zu verbreiten und Party zu machen, unter anderem mit Titeln ihres neuen Albums „Lichtblicke“.

Die Berliner Deutschrocker brachten neben ihren musikalischen Botschaften wie in „Flügel und Schwert “ auch persönliche Sichtweisen dem Publikum nahe wie, „Flüchtlinge sollen anständig aufgenommen werden, du kannst es schaffen wenn du kämpfst oder Loyalität, Familie und Freunde sind ganz wichtig.“ Die Verbundenheit mit der Haudegen-Familie sei ihnen wichtig, bekundeten beide und verließen zwischendurch die Bühne, um Fans persönlich zu begrüßen.

„Vor so vielen Teilnehmern haben wir noch nie gespielt“, bekannte Chris von „Krankheit“. „Es hat sich für uns gelohnt, am Bandcontest des Prignitzer teilzunehmen. Die Stimmung ist wunderbar und die Location einfach toll. Wir würden gern wiederkommen.“ Dass die anderen Musiker ein Heimspiel in Wittenberge hatten, wie die vielen Tournee- und Band-T-Shirts zeigten, störte Chris nicht. „Alle fangen als Vorband an.“ Bandkollege Tony mischte sich in Bühnenmontur nach dem Auftritt unter das Publikum. Sofort war er ein beliebtes Objekt für Selfies mit Besuchern und immer zu einem Spaß bereit.

Mit bösen deutschen Texten, provokantem Auftreten, viel Elektronik und anspruchsvoller Musikalität gewann Ost+Front das Publikum für sich und dürfte viele neue Fans gefunden haben.

„Wir sind sehr zufrieden, es war eine gelungene Veranstaltung, Bands und Zuschauern hat es gefallen“, konstatierte Veranstalter Mirko Wernicke. „Schon für die Vorband war das Interesse so groß, dass sich zeitweise Schlangen am Einlass bildeten. Der Ruf des Festivals ist inzwischen so gut, dass sich die Bands freuen, wenn sie auf einen Auftritt angesprochen werden.“  

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erstellt am 08.Mai.2016 | 21:00 Uhr

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