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Rathaus Wittenberge : Sekundenschnell ganz nach oben

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Gestern offizielle Jungfernfahrt mit dem neuen Fahrstuhl am Rathaus

von
erstellt am 23.Jan.2015 | 08:00 Uhr

„Das Geld ist wirklich sehr gut angelegt.“ Aus vollem Herzen trifft Lothar Hasse diese Feststellung. Er spricht von den 250  000 Euro, die die Stadt Wittenberge für den neuen Aufzug am Rathaus ausgegeben hat. Dass die Investition auf jeden Fall fällig war, daran bestehe kein Zweifel, sagte gestern Bürgermeister Dr. Oliver Hermann bei der offiziellen Inbetriebnahme der Technik. Aber sie musste auch finanziert werden. Städtebaufördermittel machten es jetzt möglich. Die Stadt ist mit einem Drittel der Summe dabei und kann nun erleichtert feststellen, dass Besucher ihre Ansprechpartner im Rathaus, egal, in welcher Etage diese sitzen, nun endlich barrierefrei erreichen können.

Lothar Haase, selbst in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt, und Resi Kämling, für längere Strecken auf ein Elektromobil angewiesen, nahmen gestern Nachmittag an der offiziellen Jungfernfahrt des Aufzugs teil. Kämling kommentiert als Mitglied des Seniorenbeirats, dass gerade die älteren Bürger dankbar sein werden, dass es endlich diesen Aufzug gibt. Sie und Lothar Haase, er ist ehrenamtlicher Berater im Zusammenhang mit barrierefreiem Bauen, konnten befriedigt feststellen, dass die Kabine auch Rollstuhlfahrern genügend Bewegungsfreiheit bietet. Der Aufzug ist für maximal 19 Personen bzw. 1400 Kilogramm pro Fahrt ausgelegt.

Pläne, alle Geschosse für Menschen mit Handicap zugänglich zu machen, gab es bereits eine ganze Zeitlang. Aber: Dem Bauen ging eine langwierige und gründliche Variantenprüfung voraus. „Wir haben lange geplant und kurz gebaut“, so der Bürgermeister. Die kreisliche Denkmalbehörde, gestern bei der Einweihung vertreten durch Ortrud Effenberger, gab ihr Einverständnis, den Aufzug als Außenanbau entlang einer Fensterachse an der Rückfront zu installieren. Unter der Federführung von Uwe Magolz als Architekt wurden so aus Fenstern Türen. Mitarbeiter mussten umziehen, aus ihren Büros wurden die Flure, die zum Fahrstuhlschacht führen.

Jeder Besucher des Rathauses kann den Aufzug nutzen. Zu den Öffnungszeiten des Hauses ist er in Betrieb. Der Zugang befindet sich an der Rückseite des Gebäudes. Dort ist ein Behindertenparkplatz neben dem Aufzug eingerichtet worden.  

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