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Perleberger Aero-Club : Segelflieger starten neu durch

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Neuer Vorstand, neue Fluggeräte und erste neue Mitglieder auf dem Flugplatz. Verein will wieder interessant für jedermann werden

von
erstellt am 05.Aug.2017 | 06:00 Uhr

Still ist es die letzten vier Jahre um den Aero-Club geworden. Aber ihn gibt es noch, und die rund 15 Mitglieder um Rüdiger Dierolf wollen neu durchstarten. „Neuer Vorstand, die ersten neuen Mitglieder und mit sogenannten Drachentriker auch neue Fluggeräte – der Anfang ist gemacht“, blickt der Vereinsvorsitzende optimistisch in die Zukunft. Künftig wolle man wieder mehr auch in die Öffentlichkeit, „denn auch wir brauchen Nachwuchs und eben auch Hände, die mitanpacken“, betont Dierolf. Denn neben dem Fliegen gehe es auch darum, die Hangar und das Umfeld entsprechend herzurichten.

„Wir haben schon begonnen unser Areal ordentlich einzuzäunen. Auch das Tor kommt noch, muss aber erst aufgearbeitet werden“, ergänzt Hans-Dieter Kussmaul. Er gehört zu den Gründern des Vereins, hatte viele Jahre den Vorsitz inne. Und auch von der alten Fahrzeugtechnik, die sowieso nicht mehr läuft, wollen wir uns trennen“, fügt Dierolf an. Das größte Sorgenkind aber ist das Dach des Hangars. „Die Dachpappe ist auch schon 20 Jahre alt, inzwischen regnet es überall rein“, ergänzt der Vereinsvorsitzende. Die riesige Halle steht unter Denkmalschutz und so hofft man, mit Unterstützung der Denkmalbehörde und der Stadt Fördermöglichkeiten aufzutun. „Wir brauchen einfach Unterstützung, um auszuloten, was wo möglich ist und wie man an Fördergeld kommt“, bringt des Rüdiger Dierolf auf einen kurzen Nenner.

Derweil interessieren sich Neustadt-Glewer Flieger für ein Zusammengehen mit den Perlebergern. „Wir haben einen Verein historische Luftfahrzeuge mit 40 Fliegern und in Neustadt-Glewe reicht der Platz nicht mehr“, so Horst Lüneborg. Vorerst sei man erst einmal im Gespräch über Unterstellmöglichkeiten, „aber daraus kann durchaus mehr werden“, stellt er in Aussicht und denkt dabei in Richtung sich gegenseitig bei Präsentationen und dergleichen zu unterstützen. „Auf jeden Fall sind die Perleberger Segelflieger sehr aufgeschlossen, unkompliziert und entgegenkommend. Und Platz haben sie auch. Eine bessere Basis kann man sich nicht wünschen.“

Seit dem vergangenen Jahr Mitglied im Perleberger Aero-Club ist Carsten Kühn aus Gudow. Er hat ein Drachentrike, sprich einen Ultraleichtflieger. Die Plätze rund um Hamburg sind voll bzw. ein Stellplatz ist einfach zu teuer. So sei er nach Perleberg gekommen und fühle sich hier wohl. „Die Flugbedingungen sind gut, der Platz ist groß, Arbeit gibt es reichlich“, fügt er lachend an.

Dass Segelfliegen alles andere als ein elitärer Sport ist, jeder diesem nachgehen kann und das von jung bis ins gesetzte Alter, das wolle der Verein wieder mehr nach Außen tragen, betont der Vereinsvorsitzende. Ein erster Versuch auf sich aufmerksam zu machen, war die Einladung am 22. Juli auf den Flugplatz. Hier konnte, wer wollte, sich ein Bild machen. Der Verein selbst hat fünf Segelflieger und bildet auch aus. Übrigens, einer, der durch die Perleberger Segelfliegerschule gegangen ist, fliegt heute einen Eurofighter.

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