Bildschätze in der Galerie Clifton : Seestück und alte Stadtansichten

Peter Sinnige bewundert in der Galerie Clifton das Seestück von Richard Lorenz.
Peter Sinnige bewundert in der Galerie Clifton das Seestück von Richard Lorenz.

Die Galerie Clifton zeigt in ihrer neuen Ausstellung Bilder aus dem Besitz von Wittenberger Bürgern

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02. Oktober 2017, 12:00 Uhr

„Gefundene Schätze“ lautet das Motto der dritten Ausstellung in der Galerie „Clifton“ in der Hafenstraße 7 mit Werken aus dem Besitz von Wittenberger Bürgern. Ein solcher Schatz ist für Peter Sinnige, der die Schau zusammenstellte, Ein Seestück von Richard Lorenz (1858-1915), das dieser 1884/85 an der Ostsee gemalt hat, worauf unter anderem die dargestellten Zeesen hinweisen. „Das Bild ist wunderschön mit seiner Transparenz und Tiefe“, schwärmt Peter Sinnige. Begeistert ist er auch, wie Lorenz mit jeweils einem oder zwei Pinselstrichen die Besatzungsmitglieder malte.

Lorenz ist in Deutschland weniger bekannt als in seiner Wahlheimat USA, wo er einen respektierten Platz in der Kunstgeschichte einnimmt, immer wieder mit Personal- und Sammelausstellungen gewürdigt wird. Er war an der Gestaltung mehrerer großer Panoramabilder beteiligt. Bekannt ist er auch durch Ansichten von Cowboys, Indianer und dem Leben im „Wilden Westen“, den er mehrfach bereiste.

Das Bild wurde der Galerie von einer Wittenbergerin zur Verfügung gestellt, die es einst für zehn DDR-Mark gekauft hatte. Für die Zeit der Ausleihe hat sie sich für ihr Zuhause ein Bild von Peter Sinnige gewünscht.

Sinnige hat in Vorbereitung der Ausstellung Kontakte zu Wissenschaftlern und Museumsleuten in Weimar, wo Lorenz studierte und arbeitete, und in den USA aufgenommen, um mehr über den deutsch-amerikanischen Maler herauszufinden, die Forschungen gehen weiter.

Im Clifton sind auch zwei Wittenberger Hafen- und Stadtlandschaften von E. K. Gebhard aus dem Jahr 1941 zu sehen, an denen die Veränderungen im vergangenen Dreivierteljahrhundert sichtbar werden. Zum Künstler hat Sinnige noch wenig herausgefunden, stellt aber weitere Nachforschungen an. Zu sehen ist auch ein Blick in die Elbstraße jüngeren Datums. Bilder von Peter Seelige, von einem südafrikanischen und mehreren deutschen Künstlern ergänzen die kleine aber sehenswerte Ausstellung.

Ihr Zustandekommen ist auch ein Beleg dafür, dass die erst vor wenigen Monaten eröffnete Galerie schon bei einer ganzen Reihe Wittenberger Kunstfreunde viel Vertrauen genießt. Die Ausstellung ist wieder nach den Betriebsferien vom 2. bis 11.  Oktober zu sehen.

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