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Der Prignitzer

19. November 2017 | 22:23 Uhr

Arbeitseinsatz : Seerundweg wieder flott

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Mehr als 100 Lenzener haben am Samstag Hand an den verwilderten Trampelpfad um den Rudower See gelegt

Es waren minus zwei Grad, gefühlt war es aber stimmt noch viel kälter. Dennoch ließen sich am Samstag rund 120 Lenzener nicht abhalten, sich zusammen an Aufräumarbeiten direkt am Rudower See zu machen. „An dem Seerundweg ist bestimmt 20 Jahre nichts mehr gemacht worden. Es war dringend notwendig, dass sich wieder jemand um ihn kümmert“, erklärte Organisator Ralf Behrens von der Arbeitsgruppe „Rettet den Rudower See“. Er zeigte sich hocherfreut, welchen Widerhall der gemeinsame Aufruf zum Arbeitseinsatz hatte. „Viele haben gleich schwere Technik wie drei Minibagger, Motorsägen, Spaten und Harken mitgebracht“, sagte der Einzelhändler.

„Wirklich nicht schlecht“, kommentierte auch Bernd Lindow. Dieses Interesse und dieser Einsatz zeige, wie wichtig den Menschen in Lenzen der Rudower See sei. Der Blaualgen-Befall und das Fischsterben im vergangenen Jahr hätte vielen gezeigt, wie notwendig das eigene Engagement für den größten See der Prignitz sei, betonte Behrens.

Er und Lindow ackerten am Samstag Hand in Hand. Während die einen mit einem schweren Gerät den Trampelpfad zu einem begehbaren Wanderweg formten, sorgten Behrens und Lindow beispielsweise dafür, dass das Untergehölz Stück für Stück ausgedünnt wurde. An anderen Wegstellen waren andere Trupps aktiv. Dort mussten oft Unrat und umherliegende Äste entfernt werden. Schon am Freitag hat ein Voraustrupp die ersten zwei Kilometer des Rundwegs generalüberholt. Bis Ende Februar sollen die kompletten acht Kilometer des Seerundwanderweges fertig gestellt werden. Die ausstehenden Arbeiten sollen am letzten Februar-Wochenende erledigt werden. Da ist eine weiterer Einsatz geplant. „Der ist für die gedacht, die jetzt nicht konnten“, betonte der Organisator.

Natürlich müsse noch vielmehr am Rudower See passieren. Auch die Behörden müssten ihren Beitrag leisten, dass sich die Wasserqualität schnell verbessert. Lenzen sei auf seinen See auch aus touristischer Sicht angewiesen, unterstrich Behrens. „Wir dürfen jetzt nicht locker lassen“, forderte er.

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