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Haaren-Festival : „Schwester Rock(t)“, das Dorf mit

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Aus der Redaktion des Prignitzers

11. Auflage des Haaren-Festivals zog an die 350 Fans ins 60 Seelen-Dorf / Eine Nacht Party vom Feinsten

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erstellt am 17.Mai.2015 | 22:00 Uhr

Mindestens zweimal im Jahr macht das kleine Dorf unweit von Bad Wilsnack von sich Reden: Zum einen, wenn in Haaren Flohmarkt angesetzt ist, zum anderen wenn es heißt „Krankenschwester Rock(t)“. Letzteres zog am Freitag wieder Hunderte Fans handgemachter Musik in das 60 Seelen-Dorf, das für eine Nacht einwohnermäßig über sich hinauswuchs. Mitveranstalter Jörg Lehmann ist so auch überaus zufrieden, „der enorme Aufwand hat sich wieder gelohnt“. Mittlerweile ist es die 11. Auflage des Haaren-Festivals, „ ein Beweis, dass wir richtig liegen“, so Lehmann. Als private Party einst gestartet, ist inzwischen eine feste Adresse draus geworden, bestätigen Christian, Sebastian und Toni. Die beiden erstgenannten studieren, Sebastian schreibt gerade an seiner Masterarbeit. „Da muss man zwischendurch auch mal ausspannen. Livemusik und Freunde treffen, das passt“.

Auch wenn die Jugend sicher überwiegt, es ist dennoch ein Stelldichein der Generationen. Leonie (9), die „mit Mama mitdurfte“, war sicher eine der jüngsten Vertreterinnen, Heinrich Dierker mit 97 Lenzen altersmäßig unschlagbar. „Er schaut immer vorbei“, bestätigt Jörg Lehmann. Übrigens, als Willy aus Wittenberge zur Party kam, war er 18 Jahre alt, als er ging 19. Krankenschwester-Rock war faktisch seine Geburtstagsparty. Seit er 16 sei, komme er, „damals noch mit Papa“.

Und dann geht die Post ab, auf der Wiese rocken die Fans, auf der Bühne sorgen die Bands für die entsprechenden Rhythmen und in der „Küche“ rocken Torsten und Silke die Pommes. „Schmecken super“, geht sogleich ein Kompliment ans Küchenteam. „Alles selbst gemacht, die Currysoße, Majo und die Ingwer Karottensuppe“, fügt Silke an.

Mitten unter den Haaren-Fans auch eine Abordnung des Rock im Moor-Festivals. Schauen, was die Konkurrenz macht? „Wir sind zueinander keine Konkurrenz“, kontert Ebi – Christian Ebert – in seiner gewohnt charmanten Art sofort. „Als Band haben wir hier oft selbst mitgemacht, und ich bin froh, dass es dieses Festival noch gibt. Wir sind gute Freude.“ Und so werben die Rambower hier schon für ihr Event Anfang August im Moor.

Super Wetter, auch wenn die Nacht im Zelt sicher etwas frisch wird, echt coole Musik und junge Leute bzw. solche, die jung geblieben sind, – „was will man mehr“, bringt es Karolin (17) auf den Punkt. Man kenne sich vielfach schon untereinander oder, „man lernt sich eben kennen“, so die anderen fast im Chor. Aus Neuruppin, Groß Lüben, Bad Wilsnack, Breese kommen sie und ihre Runde wird zusehends größer.  

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