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Zu viel Lkws in Birkholz : Schwerlaster sollen von der Straße

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Gemeinde Karstädt strebt bei Birkholz wieder eine Tonnagebegrenzung an

Die Gemeindestraße zwischen Birkholz und Lanz ist gerade mal 4,75 Meter breit. Bis Anfang des Jahres war dort eine Tonnagebegrenzung ausgeschildert, so dass sie für Schwerlasttransporte über 7,5 Tonnen gesperrt war. Der Landkreis ordnete jedoch die Entfernung an, so dass die Gemeinden Karstädt und Lanz die Schilder entfernen mussten. So kommt es zum Begegnungsverkehr von Kiestransporten. Das führt dauernd zu Schäden an den Banketten.

Von daher versucht die Gemeinde Karstädt alles, den Schwerlastverkehr von dieser Straße zu bekommen. Die Abgeordneten befassten sich am Donnerstagabend damit. Mit dem ersten Versuch, eine Beschränkung durch Widmung der Straße zu erlangen, war die Gemeinde gescheitert. Der Landkreis legte dagegen Mitte Juni Widerspruch ein, da diese Straße bereits zu DDR-Zeiten gewidmet wurde. Die Mankmußer Gemeindevertreterin Anja Noll konnte da nur lachen. „Das war doch damals keine Straße.“ An den Ausbau kann sich Anja Noll als damalige Bürgermeisterin von Mankmuß mit dem Ortsteil Birkholz im Jahr 1996 gut erinnern.

Die Widmungsverfügung hoben die Gemeindevertreter am Donnerstag auf, um im gleichen Zuge eine Teileinziehung zu beschließen. Durch diese kann die Widmung einer Straße nachträglich auf bestimmte Benutzungsarten, Benutzungszwecke oder Benutzerkreise beschränkt werden. Voraussetzung: Es müssen überwiegende Gründe des öffentlichen Wohls vorliegen. „Als ein solches öffentliches Wohl ist auch die Erleichterung der Straßenbaulast für die unterhaltspflichtige Gemeinde in der Rechtsprechung anerkannt worden“, erläuterte Bauamtsleiter Christian Gadow. Da aufgrund der finanziellen Lage der Gemeinde eine grundhafte Erneuerung der Straße auf absehbare Zeit nicht möglich ist, soll die noch vorhandene bauliche Substanz so lange wie möglich erhalten bleiben, führen die Karstädter ins Feld. So soll ein Nutzungsverbot für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen erwirkt werden. Für land- und forstwirtschaftlichen Verkehr sowie Kraftomnibusse soll die Straße weiter frei bleiben. Einwendungen gegen diese Teileinziehung können innerhalb von drei Monaten erhoben werden.

Allerdings müsste auch die Gemeinde Lanz bzw. das Amt Lenzen/Elbtalaue die gleiche Auffassung zur Tonnagebegrenzung vertreten. „Die Straße ist überhaupt nicht für einen solchen Schwerlastverkehr ausgelegt. Wir wollten sie damals 5,30 Meter breit bauen, durften das aber wegen Einwänden aus dem Landesumweltamt nicht. Wenn jetzt der Schwerlastverkehr uns die Bankette kaputt fährt, müssen wir als Gemeinde das bezahlen“, äußerte sich der Lanzer Bürgermeister Hans Borchert, der ebenfalls für eine erneute Tonnagebegrenzung ist.
 

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erstellt am 14.Jul.2017 | 21:00 Uhr

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