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Wittenberger Wehr im Einsatz : Schwerer Wohnungsbrand in Wittenberge

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Keine Verletzten aber erheblicher Sachschaden – Härtetest für die neue Drehleiter

von
erstellt am 05.Mär.2017 | 16:00 Uhr

Dunkle Rauchwolken über dem Dach und ein Großaufgebot der Wittenberger Freiwilligen Feuerwehr bestimmten heute Nachmittag die Szenerie in der Bahnstraße. Im Haus 21 war die Wohnung über dem Optikergeschäft Tautenhahn in Brand geraten. Zwei Zimmer brannten komplett aus und die Flammen fraßen sich auch in die darüber liegende Zwischendecke zum Dachgeschoss. 25 Angehörige der freiwilligen Feuerwehr bekämpften die Flammen, ein Löschtrupp aus Weisen, der zur Unterstützung angerückt war, konnte nach einiger Zeit wieder abrücken.

Nachdem die Kameraden den Brand in der Wohnung bekämpft hatten, starteten sie dann einen zweiten Löschangriff über das Dach. Von der Drehleiter aus schlugen sie mit Äxten mehrfach Dachziegel herunter, um von oben Wasser auf die Zwischendecke zu sprühen und ein Übergreifen der Flammen auf die Zimmer im Dachgeschoss und auf das Dach zu verhindern. Trotz der Behinderung durch eine starke Rauchentwicklung konnte so schließlich eine weitere Ausbreitung der Flammen verhindert werden. Mehrfach musste die Drehleiter bis auf Dachhöhe ausgefahren werden, um neu erkannte Glutnester abzulöschen. Fenster im Dachgeschoss wurden geöffnet und in der Brandwohnung zum Teil eingeschlagen, damit der dichte Qualm abziehen konnte.

Parallel durchsuchten zwei Trupps Feuerwehrleute unter schwerem Atemschutzgerät alle Räume des Hauses, um sicherzustellen, dass sich dort keine Menschen befanden. Am Nachmittag konnte zumindest bezüglich Personenschäden Entwarnung gegeben werden. Die ebenfalls zum Brandort geeilten Mitarbeiter des Rettungsdiensten blieben in Bereitschaft, mussten aber nicht eingreifen.

Die Löscharbeiten und die Kontrolle möglicher Brandherde und Glutnester werden sich voraussichtlich bis in die Nacht hinziehen. Zahlreiche Schaulustige beobachteten die Arbeit der Wehr.

„Es war der bisher schwerste Einsatz unserer Kameraden in diesem Jahr“, sagte Norman Rauth, der Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Wittenberge. Besonders die starke Rauchentwicklung habe die Arbeit der Feuerwehrleute erschwert. Der Einsatz war zugleich der erste große Härtetest für die neue Drehleiter. Sie habe sich bei der Brandbekämpfung vom Dach aus mit ihren besseren technischen Möglichkeiten und dem abknickbaren Arm bewährt. „Die Investition und die vielen Ausbildungsstunden an dem neuen Gerät haben sich gelohnt“, konstatierte Rauth.

Die Aufklärung der Brandursachen hat die Polizei übernommen.

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