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Feuerwehren üben in Perleberg : Schwerer Unfall – nur ein Szenario

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Rund 50 Kameraden der Feuerwehren Perleberg und Spiegelhagen trainierten bei Großübung taktische Vorgehensweisen

von
erstellt am 27.Apr.2016 | 05:00 Uhr

Schwerer Verkehrsunfalls, Person eingeklemmt – in einem solchen Fall werden die beiden Ortswehren Perleberg und Spiegelhagen gemeinsam alarmiert. Denn beide verfügen über entsprechendes Rettungsgerät.

Das Zusammenspiel der Kameraden in möglichst authentischen Situationen zu üben, das stand auf dem Plan. Ausbilder Maik Müller hatte dazu ein umfangreiches Szenario im Gewerbegebiet Iltisweg vorbereitet, sieben Schrott-Pkw, bereitgestellt von Privatpersonen und Firmen, waren die Requisiten. „Einen intakten Pkw auseinanderzubauen, das kann jeder, ein demolierter ist da schon eine Herausforderung,“ erläutert Christoph Passow, stellvertretender Perleberger Wehrführer, an diesem Tag aber Kamerad wie jeder der rund 50, die zur Großübung angetreten sind.

Es gibt einen sogenannten Sieben-Punkte-Plan, nach dem verfahren werde. So wisse jeder, was der andere gerade macht. Diesen Plan muss man kennen, muss ihn üben, nur so funktioniere ein Zusammenspiel. Und Neues gibt es auch stets. Darum zu wissen, kann für die Rettung entscheidend sein. Beispielsweise sind Kotflügel heute aus Alu und Plastik. „Da muss man taktisch anders mit dem Gerät herangehen“, erläutert Passow.

Einsatztaktisches Vorgehen, dann Stationsausbildung. Ein Pkw in Seiten-, einer in Dachlage sowie Möglichkeiten, den Rettungsdienst zu unterstützen – trainiert werden Situationen, die bei einem Verkehrsunfall auf die Kameraden zu kommen. Dann die Einsatzübungen. Unter Zeitdruck gilt es zu handeln. „Wir haben zirka 20 Minuten vom Eintreffen bis zur Übergabe des Verletzten an den Rettungsdienst“, so Christoph Passow. Die „Golden Hour of Crash“ – die eine Stunde vom Unfall bis zur Einlieferung ins Krankenhaus – bestimmt das Zeitmanagement, das zu halten ist.“ All das wurde geübt und im Bild auch festgehalten. „So eine Ausbildung ist sehr aufwändig. Die können wir nicht ständig durchführen. Im Film können wir aber immer noch mal nachvollziehen, wie was zu laufen hat“, so Christoph Passow.

 

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