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Bürgerinitiative in Lübzow : Schweineaufzuchtanlage: Noch viele offene Fragen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Bürgerinitiative und Landwirt trafen sich, Gespräch zeigte noch Klärungsbedarf

von
erstellt am 12.Aug.2014 | 12:00 Uhr

Sie haben sich am Samstag getroffen – Mitglieder der Bürgerinitiative „Keine weitere Tierfabrik in der Lübzower Schweiz“ (BI) und der Landwirt Bernd Cord-Kruse. Jener plant eine Schweinemastanlage zu bauen – rund 700 Meter weiter vom Dorf entfernt im Wald, hinter den jetzigen Ställen, aber auch mit 4608 Aufzuchtplätzen mehr. Dagegen regt sich Widerstand im Dorf, gründete sich die BI. Auf Wunsch des Landwirts und unter Vermittlung der Ortsvorsteherin Beate Groschinski setzte man sich Samstag an einen Tisch.

Wer eine Lösung erwartet hat, den müsse man enttäuschen. „Positionen wurden dargelegt, Fragen angesprochen, aber es gibt noch viele, die nicht geklärte werden konnten“, so die Ortsvorsteherin. Insofern hoffe die BI mit der Info-Veranstaltung am morgigen Mittwoch, Antworten zu erhalten und sei selbst auch noch am Recherchieren. Die Antragsunterlagen für den Bau liegen öffentlich aus, doch der Zeitraum sei sehr kurz, um sich in das umfangreiche Material überhaupt einzulesen.

Linken-Landtagsabgeordneter Thomas Domres, den die BI als Unabhängigen zum Sonnabendtermin hinzugeladen hatte, betonte, dass es gut war, dass man miteinander und nicht übereinander geredet habe. Es sei richtig, dass Fragen gestellt werden und Bürger auch das Recht dazu haben. Und es sei wichtig, dass sie mit ihren Bedenken auch ernst genommen werden, man gemeinsam nach einer Lösung sucht, mit der beide Seiten leben können. Aus seiner Sicht könne man es nicht bei dem einen Gespräch belassen, denn es gebe noch eine Reihe offener Fragen. Das Auslegungsverfahren laufe, dem Erklärungungsbedarf müsse der Vorhabenträger nachkommen.

Die BI hat am morgigen Mittwoch, 19 Uhr, zur Info-Veranstaltung ins Hotel „Stadt Magdeburg“ eingeladen. Als Experte für derartige Mastanlagen, so die BI, werde Eckehard Niemann von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft daran teilnehmen. „Vertreter von Stadt, Landkreis, Land, aus der Landwirtschaft und den Umweltverbänden sind gefragt. Wir wollen uns darüber verständigen, was das Projekt für die Region bedeutet und wie wir uns dazu verhalten werden“, heißt es in der Einladung der BI.

 

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