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Pilotprojekt für Baumleben : Schutttrichter für mehr Luft und Wasser

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Am neuen Deichabschnitt bei Hinzdorf startet das Landesumweltamt Langzeitprojekt zum Baumschutz im Deich.

von
erstellt am 02.Jan.2015 | 12:00 Uhr

Mit der Sanierung des rund 1,3 Kilometer langen Deichabschnitts zwischen Hinzdorf und Scharleuk ist auch ein Pilotprojekt zum Schutz von Bäumen umgesetzt worden. Da, bedingt durch den Landschaftscharakter, in diesem Elbbereich zahlreiche Bäume an und auf den Deichböschungen wachsen, mussten besondere Lösungen gefunden werden. Ein herkömmlicher Deichausbau in die Höhe und Breite, sei nicht möglich gewesen, so das Landesumweltamt. „Der Deich konnte nicht, wie es an anderen Bauabschnitten Usus ist, beispielweise durch eine seitlich anzuordnende Bermeanschüttung verstärkt werden. Wie der „Prignitzer“ berichtete, wurde statt dessen eine je nach Gelände fünf bis 13 Meter tiefe Stahlspundwand in den Grund gerammt. Rund 16  000 Kubikmeter Sand und eine 40 Zentimeter dicke Schottertragschicht für den Kronenweg umhüllen diese Spundwände und bilden den neuen Deich. Diese Bauart hat aber zur Folge, dass zahlreiche Bäume eingeschüttet wurden, manche um einen halben Meter. Andere bis zu 1,8 Meter. Um diese Bäume am Leben zu erhalten, hat das Landesumweltamt Schutttrichter aus grobkörnigem Material anlegen lasssen. Die Belüftung und Benässung der Baumwurzeln soll so gefördert werden. Ob diese Schutzmaßnahmen Erfolg haben, werde sich erst mittel- bis langfristig zeigen.  

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