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Sicher zur Schule : Schulwegeplan? Nicht notwendig in Perleberg

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Aus der Redaktion des Prignitzers

System der Verkehrserziehung an den Grundschulen ausreichend, sagen die Schulleiter

von
erstellt am 08.Mär.2017 | 12:00 Uhr

Ist seitens der Stadt angedacht, einen Schulwegeplan zu entwickeln? Diese Frage stellte Fred Fischer im Rahmen einer Bürgerfragestunde. Ausgangspunkt für Fischer war, dass seit dem 1. Januar 2017 neue Straßenverkehrsregeln existieren, die Auswirkungen auf den Schulweg haben. Mit einem sogenannten Schulwegeplan sollen den Schulen und den Eltern Empfehlungen zum jeweiligen Schulweg gegeben werden.

In der Stadtverordnetenversammlung gab es nun auf die Frage auch eine Antwort von der Stadtverwaltung. Und diese lautet kurz und knapp: Nein. Es gibt keinen und angedacht ist ein solcher auch nicht. Die Begründung fällt etwas umfangreicher aus, habe man sich dazu zuvor natürlich mit jenen verständigt, die konkret betroffen sind: Den Schulen, betonte Bürgermeisterin Annett Jura. Mit den Leitern der Grundschulen fanden so entsprechende Gespräche statt. Das Ergebnis: Das vorhandene System der Verkehrserziehung an den Schulen sei ausreichend. Im Rahmen des Unterrichts, insbesondere des Sachunterrichts der Klassen 1 bis 4, werde das Verhalten im Straßenverkehr entsprechend thematisiert. Ab Klassenstufe 5 erfolge die Ausbildung von Schülerlotsen. In allen Klassenstufen gebe es zudem regelmäßig Belehrungen zu den Vorschriften und dem Verhalten im Straßenverkehr und bei Wandertagen. Die praktische Festigung des Vermittelten erfolge bei Unterrichtsgängen beispielsweise zur Bibliothek, zum Tierpark, zum Museum oder bei Stadtrundgängen. Außerdem werden bestimmte Wege geübt unter anderem zwischen Schule und Hort oder zwischen Schule und Turnhalle. Und auch die Zusammenarbeit mit der Polizei spiele da hinein. Sie ist ab der Klassenstufe 1 regelmäßig zur Prävention an den Schulen.

Bauliche und damit einher gehende Veränderungen der Verkehrsführung sind zudem an der Rolandschule geplant. Durch die Umgestaltung des Bolzplatzes werde die Verkehrslage an der Schule deutlich übersichtlicher, das sogenannte Kerneinzugsgebiet der Schule somit sicherer, lautet die Argumentation. Nach der Umgestaltung werden die veränderten Straßenführungen mit den Schülern im Rahmen der Verkehrserziehung thematisiert, heißt es aus der Rolandschule.

Die Mädchen und Jungen aus den Ortsteilen besuchen zumeist die Grundschule „Geschwister Scholl“. Sie sind Fahrschüler. Die Bushaltestelle befindet sich unmittelbar vor dem Schulgebäude. Auch hier werden die Kinder im Rahmen der Verkehrserziehung über das Verhalten im Wartebereich belehrt.
Aus Sicht der Grundschulen sei die Erarbeitung eines Schulwegeplanes nicht notwendig, so die Bürgermeisterin. In dem Zusammenhang wurde auch auf die Verantwortung der Eltern hingewiesen.  

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