zur Navigation springen
Der Prignitzer

18. November 2017 | 02:22 Uhr

Schulterschluss in der Wirtschaft

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Landrat Torsten Uhe hatte zu Gesprächsrunde in die Meyenburger Möbelwerke eingeladen

von
erstellt am 14.Aug.2014 | 22:38 Uhr

Eine illustre Unternehmerrunde aus dem gesamten Landkreis fand sich gestern Nachmittag in der Meyenburger Möbel GmbH ein. Eingeladen hatte Landrat Torsten Uhe. Ziel dieses und weiterer, ähnlich gelagerter Treffen soll der verstärkte Austausch zwischen den Firmen und deren bessere Vernetzung sein. Zu den Unternehmern gesellten sich gestern Vertreter der Kammern, der Landwirtschaft und der Wirtschaftsförderung.
Rund 6200 Unternehmen und 600 landwirtschaftliche Betriebe gebe es in der Prignitz. Hinzu kommen die Arbeitgeber in den freien Berufen. Die Prignitz werde, auch aufgrund dieser Zahlen, nach außen hin positiv wahrgenommen, stellte Torsten Uhe heraus. Diese starke Prignitz tatsächlich näher zusammenrücken zu lassen, sei ein wichtiger Hintergrund der Wirtschaftsgespräche. Dabei sei es ihm als Landrat wichtig, den Wirtschaftsraum größer zu betrachten, bis hin nach Heiligengrabe, Wittstock, Kyritz und Havelberg. Gespräche mit den Bürgermeistern fanden bereits statt bzw. seien bereits mit Terminen unterlegt.
Vor dem Hintergrund, dass in der Prignitz Produkte erzeugt werden, die nicht nur deutschlandweit, sondern auch auf dem Weltmarkt gefragt sind, sollte man zudem darüber nachdenken, wie man dieses Potenzial werbewirksam für die Region vermarkten könne. Eines von vielen Beispielen sei die Nordgetreide GmbH in Falkenhagen. Die hier hergestellten Cerealien erhalte man z. B. in der Supermarktkette Lidl, verpackt natürlich unter einem anderen Label. Mit einer Art Einkaufsführer könnte man verdeutlichen, welche Vielfalt an Produkten eigentlich aus der Prignitz komme, so Uhe.

Das betreffe auch das gastgebende Unternehmen, die Meyenburger Möbel GmbH, das Geschäftsführer Dietmar Gornig den Anwesenden näher brachte. Die Firma gibt es bereits seit 1946. Inzwischen hat es mit im Schnitt rund 430 Mitarbeitern in der Arbeitnehmerzahl wieder annähernd Vorwende-Niveau erreicht. Die Meyenburger produzieren seit mehr als 40 Jahren für IKEA, liefern 165 Artikel in aller Herren Länder und befinden sich weiter auf Expansionskurs. Ähnliches gilt auch für den Drahtgitterproduzenten WDM in Wolfshagen. Rund 110 Beschäftigte gibt es hier. „Wir befinden uns auf Wachstumskurs“, sagte gestern Geschäftsführer Ernst Hüffmeier.
Um die einheimischen Unternehmen mit Fachkräften und Nachwuchs auszustatten, sei es u. a. wichtig, den so genannten „Rückkehrergedanken“ zu bündeln und zu stärken. Überdies setze sich der Landkreis für den langfristigen Erhalt der Präsenzstelle der FH Brandenburg ein, die sich in Pritzwalk befindet und ihren Fokus künftig stärker auf die gesamte Region richten soll. Überdies will man die Arbeit der „mobilen Fabrik“ forcieren. Mit dieser Einrichtung werden Grundschüler an die Wirtschaft und die Berufswelt in der Region herangeführt. Und nicht zuletzt soll künftig, so Uhe, auch der Pokal der Prignitzer Wirtschaft wirklich prignitzweit ausgetragen werden, unter Einbeziehung der Ostprignitzer Gebiete Wittstock und Kyritz. Der Schulterschluss, gerade auf wirtschaftlichem Gebiet, sei speziell vor dem Hintergrund einer möglichen Kreisgebietsreform alternativlos, wie Torsten Uhe gestern deutlich machte.
Der Großteil der Unternehmer hatte gestern bereits die Fahrt nach Meyenburg im Oldtimerbus des Reisedienstes für den Gedankenaustausch genutzt. Fortgesetzt wurde er bei einem Rundgang durch die Möbelwerke und einer sich dann noch anschließenden Gesprächsrunde.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen