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Entscheidung in Lenzen : Schullandheim wagt Neustart

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Betreiber Einhorn gGmbH aus Berlin will bisheriges Konzept übernehmen / Suche nach weiteren Mitarbeitern

Das Schullandheim Kinderland-Elbtalaue in Lenzen hat einen neuen Betreiber gefunden. Gestern gaben Dieter Krull, Geschäftsführer der Betriebsgesellschaft Schullandheim mbH, einer Tochter der Rinderzucht Lanz-Lenzen AG als Eigentümerin des Schullandheimes samt dazugehörigem Gelände, und Roberto Heuer von der Einhorn gGmbH aus Berlin Details ihrer künftigen Zusammenarbeit bekannt.

Ab 1. Januar des kommenden Jahres will der 1999 gegründete gemeinnützige Verein, der sich in Berlin der Kinder-, Jugend- und Behindertenhilfe sowie der Schulsozialarbeit verschrieben hat, die Geschäfte offiziell übernehmen.

Zuvor liefen viele Gespräche mit potenziellen Bewerbern, doch deren Konzepte überzeugten nicht. Mit dem Berliner Verein war man sich aber schnell einig. „Wir wollen Berliner Kindern zeigen, wie Landleben funktioniert“, so Roberto Heuer, der mit Einhorn das bis zu seiner Auflösung am 31. Oktober des Vorjahres vom Verein Kinderland Elbtalaue e.V. praktizierte Konzept mit Erholung sowie Natur- und Umweltangeboten für Kinder und Jugendliche größtmöglich weiterführen möchte.

Die Berliner sehen sich breit aufgestellt. Neben 100 Festangestellten arbeiten 130 Honorarkräfte und ehrenamtliche Mitarbeiter für den Verein. Der organisiert schon seit Jahren auch integrative Ferienreisen für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderungen. Die sollen nun nach Lenzen intensiviert werden. Eine „interne Testreise“ soll es deshalb schon im Herbst geben. „Für das kommende Jahr gibt es bereits Anfragen“, verrät Roberto Heuer erste Buchungserfolge.

Aber auch für Tagungen und Workshops soll das Schullandheim später einmal an Attraktivität gewinnen. „Wir wollen versuchen, über Berliner Firmen die Auslastung des Hauses zu verbessern. Die Natur hier wird die Berliner einfangen“, glaubt Heuer. Dafür hat der Verein in der Hauptstadt bereits eine Werbekampagne mit Plakaten in U- und S-Bahnstationen sowie Prospekten und einem eigens eingerichteten Internetauftritt auf seiner Homepage www.deineinhorn.de/elbtalaue gestartet. „Wir werden viel Geld in die Hand nehmen“, erklärt der Einhorn-Geschäftsführer weiter. Keine Änderungen wird es bei der Essenversorgung für die Schulen und kommunalen Kindertagesstätten in Lenzen und Lanz geben, die nach wie vor aus der Küche des Schullandheimes beliefert werden. Auch den wochentäglichen Mittagstisch (11 bis 13 Uhr) für Jedermann im Speiseraum des Hauses im Birkenweg 5 gibt es nach Auskunft der neuen Betreiber auch in Zukunft. „Die Essensversorgung spielt weiter eine tragende Rolle in diesem Haus. Alle drei Mitarbeiter werden von den künftigen Betreibern übernommen“, erklärt Dieter Krull. Apropos Mitarbeiter: „Wir suchen noch drei weitere Kräfte, am besten aus der Region“, wirbt Roberto Heuer um Fachkräfte. Darunter sollte auch geeignetes Personal für die Rolle der Einrichtungsleitung sein. „So eine gute Seele vor Ort, die alles zusammenhält.“

„Unser Ziel war es, das Schullandheim in seiner ursprünglichen Form und mit so vielen Arbeitsplätzen wie möglich zu erhalten. Wir haben lange gesucht. Mit Einhorn glauben wir, eine Partnerschaft eingegangen zu sein, die sich langfristig bewähren wird“, sagte Dieter Krull.  

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erstellt am 17.Mai.2017 | 21:00 Uhr

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