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Tag der offenen Tür : Schulen locken mit Schnupperstunden

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Oberschule und Marie-Curie-Gymnasium Wittenberge luden am Samstag zum Tag der offenen Tür

svz.de von
erstellt am 27.Jan.2014 | 08:00 Uhr

Eine moderne und innovative Ausbildung – damit wirbt das Marie-Curie-Gymnasium. Schulleiter Andreas Giske verdeutlicht, was sich dahinter verbirgt: Praxisorientierung und der Anspruch, die Schüler, die hier das Abi ablegen wollen, fit fürs Studium zu machen. Wie der Weg dahin ausschaut, davon konnten sich angehende Siebentklässler und deren Eltern am Tag der offenen Tür selbst ein Bild machen. Und das Interesse war mindestens ebenso groß wie die Gründe, warum es diese Schule sein soll.

Für Jasmin (12) aus Glöwen ist es die beste Verbindung. Luisa, Alicia und Mileen, sie besuchen die Wittenberger Grundschule IV, wollen den Lehrerberuf ergreifen und da sind „Abi und Studium Satz“. Ersteres am heimischen Gymnasium von wegen des kurzen Weges aber vor allem, weil es hier „ganz gut zu sein scheint“, wie Luisa sagt. Das wisse sie von ihrem Bruder, wie auch Mileen von ihrer Schwester. Und beim Schnupperunterricht hätten sie sich selbst davon überzeugt.

Die Schüler auf ihrem Leistungsstand abzuholen und sie vom Wissen sowie der sozialen Kompetenz auf das vorzubereiten, was das Leben ihnen abfordert, das habe man sich auf die Fahnen geschrieben. Entsprechend verschieden seien die Facetten der Angebote. Für die einen ist es die Begabtenförderung, andere brauchen etwas mehr Hilfe. Da greife der Förderunterricht. „Vor sieben, acht Jahren bewarben sich 140 Schüler am Gymnasium. Wir konnten uns die Besten 120 aussuchen. Die Situation heute ist einen andere. Wer den Zugang erreicht, der bekommt auch die größtmögliche Förderung“, betont Andreas Giske. Und dabei setze die Schule auf eine intensive Arbeit in und mit den Gremien, die man habe. Es sei wichtig, dass sich Schüler, Eltern und Lehrer frühestmöglich in Entscheidungen einbringen.

Ein Beispiel: Unterrichtet wird am Gymnasium im Doppelstundenprinzip. Inzwischen sprechen alle nur noch von den Vorteilen: Statt sich auf acht unterschiedliche Stunden am Tag vorbereiten zu müssen, ist es nun nur die Hälfte. Man schaffe mehr im Unterricht, die Hausaufgaben halten sich im Rahmen und die Schulmappe ist um einiges leichter. Etliches ließe sich noch aufzählen, wie das Angebot von drei Fremdsprachen, die naturwissenschaftliche Strecke, die systematische Vorbereitung aufs Kurssystem. 473 Schüler besuchen das Marie-Curie-Gymnasium. Unterrichtet werden sie von 32 Pädagogen und zwei Referendaren.


Von der Schulbank ins Berufsleben


Volles Haus in der Scheunenstraße. Sigrid Neutmann, Rektorin der Oberschule, und ihr Team mussten viele Fragen beantworten. „Zu uns kommen Schüler, die eine berufliche Ausbildung anstreben“, so die Rektorin. Entsprechend setze man von der 7. bis zur 10. Klasse auf Berufsorientierung. Fähigkeiten und Fertigkeiten, die den Alltag um einiges leichter machen, die aber durchaus auch Anstoß für den einen oder anderen sind, beruflich hier seine Zukunft zu sehen, vermittle man.

In der Praxis liest sich das so: 7. Klassen – Küche, Hauswirtschaft und Holzwerkstatt; 8. Klasse – (über einen Kooperationsvertrag mit dem BBZ) Berufsorientierung mit gezielter Analyse der Stärken und Schwächen sowie 14-tägiger Werkstattarbeit in Holz und Metall, Hauswirtschaft, Restaurantkraft, Farbe und Bau sowie für alle Pflicht: Elektrik und Büro. Zudem sei man Ganztagsschule, sprich an vier Tagen der Woche ist bis nachmittags Betrieb in der Scheunenstraße.

Anschließend Berufsausbildung oder Abi am OSZ. Kevin Koehn (19) hat sich für letzteren Weg entschieden. Als Bester seines Jahrganges beendete er die 10. Klasse an der Oberschule. „Die Ausbildung hier war super. Ich hatte keine Probleme beim Wechsel ans OSZ“, betont der 19-Jährige. Am Samstag begleitete er seinen Bruder Kenzo. Zudem versuchten Laura, Sophie und Paula, sie besuchen die Oberschule, Kenzo davon zu überzeugen, es ihnen gleich zu tun, „denn Schule macht hier echt auch Spaß, die Lehrer sind ganz ok.“

308 Schüler besuchen die Oberschule und mit dem Gedanken es ebenso zu tun, trägt sich auch Dennis aus Breese, der heute übrigens zwölf Jahre alt wird. Am meisten überzeugt habe ihn der WAT-Raum, seine Oma hingegen die Keramikwerkstatt, wo Vanessa, Mareike, Luisa und Parwaneh emsig am Wirken waren. „Dürfen da auch Omas mitmachen“, fragte sie schmunzelnd.

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