Gymnasium in der Kreisstadt stellt sich vor : Schule ist mehr als nur Unterricht

 Fotos: Martina Kasprzak
Fotos: Martina Kasprzak

Gottfried-Arnold-Gymnasium Perleberg öffnete seine Türen für künftige Siebtklässler mit ihren Eltern.

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17. Januar 2016, 21:00 Uhr

Was passiert im Deutsch-, Kunst-, Mathe-, Physik- oder Englischunterricht? Auf diese Fragen hatten Lehrer und Schüler des Gottfried-Arnold-Gymnasiums in Perleberg am Sonnabend die passenden Antworten. Im Haus in der Bad Wilsnacker Straße standen die Türen offen. Die Noch-Sechstklässler mit ihren Eltern waren eingeladen, sich einen Einblick von dem umfangreichen Angebot der Schule zu verschaffen. „Wir wollen den Eltern heute deutlich machen, dass Schule nicht nur Unterricht ist, sondern auch Förderung und Spaß“, sagt Oberstudienrat Veit Goralczyk-Pehl.

Der Schulleiter hebt hervor, dass es am Gottfried-Arnold-Gymnasium einen offenen Ganztag gibt. Von dienstags bis donnerstags werden in den unterschiedlichen Bereichen Arbeitsgemeinschaften wie Theater, Musik, Volleyball, Leichtathletik, Tischtennis, oder aber auch eine besondere Förderung wie zum Beispiel in Mathe angeboten. Offener Ganztag bedeute jedoch auch, verstärkt Hausaufgabenzeit zu gewährleisten. In den Projektwochen beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit den unterschiedlichsten Themen. Das Gymnasium pflegt eine Kooperation zum Beispiel mit dem „Gläsernen Labor“ in Berlin oder der Naturwacht Lenzen. Für die 8. Klassen geht es beispielsweise jedes Jahr nach London. Stark sind die Perleberger Gymnasiasten auch bei Rezitationswettbewerben vertreten. Kostproben davon und aus weiteren kreativen Bereichen gab es am Sonnabend in der Aula bei einem kleinen Programm von Schülerinnen und Schülern. Unterstützung bei den diversen Projekten erhält das Gymnasium von seinem Förderverein, der mittlerweile 150 Mitglieder zählt.

Neben Englisch können die Schüler zwischen Russisch und Latein als zweite Fremdsprache wählen. Französisch ist derzeit leider nicht im Angebot, aber aus den Augen verliert der Schulleiter dies nicht.

Er musste eine Fremdsprache streichen, da seit Sommer die 7. Klasse nur noch zweizügig ist. Und zu Russisch war die Nachfrage stärker. „Wir haben 28 Schüler in einer Klasse. Pädagogisch ist das nicht gerade sinnvoll. Wir streben wieder eine Dreizügigkeit mit 23, 24 Schülern an“, so Goralczyk-Pehl, der jedoch betont: „Aber auch mit der Zweizügigkeit können wir den Schulstandort halten.“ Er hofft, dass die Eltern der künftigen Siebtklässler nicht schon im Vorfeld aus Sorge von sich aus sagen, dann melde ich mein Kind gleich in Wittenberge oder Pritzwalk an. Derzeit besuchen 390 Mädchen und Jungen das Perleberger Gymnasium, die auch einiges in Bezug auf Berufsorientierung mit auf ihren Weg bekommen.

„Die Lehrer sind sehr kooperativ, der Unterricht ist klar. Wer ein besonderes Talent hat, wird gefördert“, sagen Richard Schumann und Florian Kajnat unisono. Die beiden Neuntklässler hatten sich freiwillig gemeldet, um beim Tag der offenen Tür des Gymnasiums im Fachbereich Chemie den Besuchern ein Experiment vorzuführen. Sie waren nicht die einzigen, die an dem Vormittag die Noch-Sechstklässler, die ab Sommer diese Schule besuchen wollen, auch über den Unterricht informierten. Selbst ausprobieren hießt es für die Sechstklässler am kommenden Wochenende beim Schnuppertag im Gymnasium.

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