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Schollschule Perleberg : Schule, Hort und Platz zum Essen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Eltern der Schollschule favorisieren Neubau auf Schulgelände, Verwaltung lud Sprecher zu Unterredung ein

von
erstellt am 17.Feb.2015 | 12:00 Uhr

Einen multifunktionalen Neubau auf dem Schulgelände, der zugleich zusätzliche Räumlichkeiten für den Unterricht, ein Domizil für den Hort und Platz für die Essenversorgung der Grundschüler und Hortkinder bietet, brachten die Eltern der Schollschule ins Gespräch. Anlass war die Vorstellung von drei Varianten im Stadtentwicklungsausschuss, um u. a. die Situation bei der Essenversorgung in der Kita „Piccolino“ zu entschärfen. 350 Kinder – Kita-, Hortkinder und Grundschüler – nehmen am sogenannten Mittagsband in der Einrichtung „Piccolino“ teil, Platz ist aber nur für 90. Notgedrungen muss in drei Schichten gegessen, müssen zum Teil Spielräume genutzt werden. In Erwägung gezogen werden nun in der Kita: ein Anbau, Umbau oder eine Containerlösung.

Eltern der Schollschule haben nun aber besagte vierte Variante ins Gespräch gebracht. Und die Verwaltung reagierte umgehend, lud Elternsprecher Dennis Schade zum Gespräch, verkündete Bürgermeister Fred Fischer im Kulturausschuss. Nach Aussage von Fischer im Ausschuss sei der Elternsprecher ganz zufrieden aus dem Gespräch gegangen.

Die Aussage der Verwaltung, man müsse zu allererst die Essenssituation in der Kita verbessern, könne Dennis Schade nachvollziehen. Doch das könne nur ein erster Schritt sein. Ein zweiter müsste folgen.

Schulleiterin Gabriele Gohlke sprachen jenen u. a. im Kulturausschuss an. Man brauche einen multifunktionalen Neubau, der für den Hort und die Essensversorgung genutzt werden könne und zudem vor allem kleine Räumlichkeiten für die Schule vorhalte. „Wir platzen aus allen Nähten. Derzeit teilen sich beispielsweise zwei Flex-Klassen einen Klassenraum.“ Was logistisch noch machbar, sei aber alles andere als eine glückliche Lösung für die Kinder. Denn keine Klasse ist in ihrem Klassenraum zu Hause. Vor allem brauche man kleine Räumlichkeiten, in die man ausweichen könne mit den Kindern, die einen speziellen Förderbedarf benötigen. „25 Kinder nach unterschiedlichen Gesichtspunkten zu unterrichten, die einen haben eine Rechtschreib-, die anderen eine Rechenschwäche, um nur zwei Beispiele zu nennen, das kann eigentlich nicht in einem Raum passieren. Kann, aber dann ist es ein Beschäftigen, denn es gibt nur andere Aufgaben. Von Förderung kann da keine Rede sein“, erläutert Gabriele Gohlke. Fest stehe auch, die Inklusion komme, „wir praktizieren sie schon zum Teil“. „Vor den Kollegen kann man nur den Hut ziehen in Anbetracht der Bedingungen unter denen sie mit den Kindern arbeiten.“

Das Argument Hort: Der nutzt gegenwärtig Räume in der Kita „Piccolino“ und im Schulgebäude – überall ist er zu Gast. „Sechs Stunden sitzen die Kinder in der Schule und anschließend geht es hier weiter. Der Hort muss notgedrungen mit dem Vorlieb nehmen, was wir ihm an Räumlichkeiten bieten könne. Das ist weit entfernt von optimal. Anders herum fehlen uns diese Räume. Wir könne uns drehen, wie wir wollen, das Hemd bleibt zu kurz.“

Ein drittes Argument für den Neubau sei die eigentliche Bauerei. Unabhängig vom Schulbetrieb könnte dieser entstehen. Die Schulleiterin weiß zur Genüge, wovon sie spricht. „Ich sage nur die Sanierung und Umgestaltung. Die Kinder wurden faktisch auf der Baustelle unterrichtet – Lärm, Dreck – alles, was eine Bauerei so mit sich bringt, war Alltag für sie.“

Morgen finde die Elternkonferenz statt, auf der man sich einen Standpunkt bilden wolle. Unabhängig davon würden sich Eltern wie Schulleitung wünschen, dass die Abgeordneten sich selbst mal ein Bild von der Situation, am besten während des Mittagsbandes, machen würden. Gertrud Madaus (SPD) habe sich informiert, als sie den Vorsitz im Kulturausschuss übernahm. Andere seien noch nie dort gewesen. 

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