zur Navigation springen

Jubiläum der Elblandgrundschule : Schule feiert ihr Haus und sich

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Vor 40 Jahren zogen 873 Mädchen und Jungen in ein neues Gebäude im Allende-Viertel

von
erstellt am 26.Feb.2016 | 12:00 Uhr

Die Elblandgrundschule hat Anlass zum Feiern: Vor 40 Jahren begann das Lernen in dem damals gerade neu errichteten Schulhaus im Allende-Viertel. Die Polytechnische Oberschule (POS) „Georgie Dimitroff“ konnte aus dem Jahnschulgebäude, das sie sich mit der POS I teilte, in den Neubau umziehen. Damit war für die POS V auch die Zeit im Ausweichquartier im Horning vorbei. Dorthin hatte ein Teil der Schüler wegen des Platzmangels ausweichen müssen. Der begehrte Platz in der Horningbaracke sei wegen der Kälte jener an der Heizung gewesen, griff am Mittwochnachmittag Schulleiter Torsten Grabau auf Erinnerungen jener zurück, die diese Zeit miterlebten. Mit warmen, herzlichen Worten ging Grabau auf die Historie des Hauses ein, „das eine bemerkenswerte Geschichte durchlebt hat, die es wert ist, heute gefeiert zu werden“.

873 Mädchen und Jungen der 1. bis zur 10. Klasse zogen vor vier Jahrzehnten in das neue Schulhaus ein. Mit der Wende gingen der Stadt die Kinder verloren. Die Konsequenz: Schulabrisse. Die Abgeordneten erwogen ihn 2003 auch für das heutige Geburtstagskind, entschieden aber anders. Stattdessen ließen sie die Schule im Elsternweg abreißen. Eltern und Lehrer an der Oberschule V sollen die Entscheidung für ihr Haus fast eine ganze Nacht lang gefeiert haben.

Heute lernen an der Elbandgrundschule rund 260 Mädchen und Jungen. Die Stadt hat seit 2009 fünf Millionen Euro ausgegeben, um das Gebäude und die angrenzende Allende-Sporthalle zu modernisieren. „Aus einer grauen Raupe wurde ein bunter Schmetterling“, brachte es Schulleiter Grabau in seiner Festrede auf den Punkt. Dort, wo er, Schüler und die Festgäste gemeinsam 40 Jahre Schulgeschichte Revue passieren ließen, hätte man vor Jahresfrist noch unter freiem Himmel gesessen. Aber mit der energetischen Sanierung hat das Schulhaus ein vielseitig nutzbares Atrium erhalten. Dort stimmten Mädchen und Jungen am Mittwoch auch ein Elblied an, eine Homage an den neuen Schulnamen. Das Stadtparlament hat der Bildungseinrichtung, deren Wunsch folgend, gestattet, zum 1. Februar den seit 2006 getragenen Namen von Dr. Salvador Allende abzulegen.

Das Elblied hat Schulleiter Grabau in Anlehnung an das Magdeburg-Lied für die Wittenberger Schule umgeschrieben. Voller Begeisterung sangen die Kinder: „Ist denn die Elbe immer noch die selbe?“ Wichtig war Grabau die Feststellung: „Unsere Schule lebt von ihrem Klima, ihrem Geist und gutem Ruf.“

Für Bürgermeister Dr. Oliver Hermann war, wie er in seinem Grußwort sagte, die Investition in die Schule Anlass zur Freude, weil es eine Investition in die Zukunft ist. Auch wenn die Stadt dafür das erste und einzige Mal per Kredit Schulden machen musste.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen