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Musikcamp in Berge : Schulaula wird zum Probensaal

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Spielmannszug Perleberg und Flötenorchester Eberswalde studieren in der Grundschule Berge erstmals zusammen Stücke ein.

von
erstellt am 20.Feb.2017 | 12:00 Uhr

Die rhythmischen Klänge der Schlaginstrumente sind schon deutlich zu hören, bevor sich die Tür der Berger Grundschule öffnet. Drinnen festigen die Mitglieder des Spielmannszugs Perleberg „Anders und manchmal artig“ und des „Conpassione Flötenorchesters“ aus Eberswalde am Samstagvormittag in der Turnhalle ihr Können. Die Registerproben stehen auf dem Plan, das heißt, die Instrumentengruppen üben getrennt voneinander.

Im Obergeschoss geht es etwas leiser zu. Hier studieren die Flötisten neue Stücke ein, unter der Leitung des Dirigenten David Lee Krohn, der extra aus Mainz angereist ist. So wurde die Berger Grundschule am Wochenende zu einem Musikcamp umgewandelt. „Wir kommen schon seit etwa zehn Jahren hierher, um unser jährliches Probenlager zu veranstalten“, erklärt Sandra Dröge, Erste Vorsitzende des Perleberger Spielmannszugs. Erstmals wurde gemeinsam mit den Gästen aus dem Nordosten Brandenburgs geprobt. „Hier haben wir viel Platz und die Aula bietet eine gute Akustik“, begründet Sandra Dröge die Auswahl des Übungsortes.

Insgesamt 40 Musiker zwischen elf und Anfang 50 haben sich zusammengetan, übernachten in den Klassenräumen, werden mittags von einer externen Firma mit Essen versorgt. Der Kontakt zwischen den Perlebergern und den Eberswaldern besteht schon seit Längerem. „Mit der musikalischen Leiterin habe ich den Dirigentenschein gemacht, wir kennen uns seit 16 Jahren“, erzählt Sandra Dröge, die zwar dirigieren kann, dies aber an dem Wochenende David Lee Krohn überlässt. So kann sie sich voll ihrem Schlagwerk widmen und muss nicht in Personalunion auch noch den Takt vorgeben. Mit Krohn haben die Eberswalder bereits einige Male zusammen gearbeitet. „Ein externer Dirigent bringt noch einen anderen Blickwinkel hinein, ein anderes Wissen“, sagt Sandra Dröge. Die Kosten für seine Hilfe teilen sich beide Vereine.

Ein gemeinsamer Auftritt der beiden Musik-Kombos ist erstmal nicht geplant. Es gehe darum, sich kennenzulernen, Freundschaften entstehen zu lassen, so Dröge. „Wir haben drei bis vier gleiche Titel in unseren Repertoires. Die spielen wir.“ „Aber wir studieren auch neue Stücke ein. Dabei geht es um eine Suite aus der Filmmusik von ,Die glorreichen Sieben’ und die Titelmusik von ,McGiver’“, fügt Jonas Hanack an. Der 21-Jährige ist der stellvertretende Vorsitzende des Conpassione Flötenorchesters und schon seit 13 Jahren dabei. Hanack spielt Trommeln, Schlagzeug oder auch Bongos. Der Plan für das Wochenende sei eng gestrickt, Zeit für Exkursionen in die Umgebung gebe es nicht. „Aber wir sind ja auch hier, um Musik zu machen“, meint Hanack augenzwinkernd.

 

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