Karstädt : Schulanbau und Halle ein Muss

Der Finanzausschuss sprach sich für die Sanierung der Löcknitzhalle im kommenden Jahr aus.
Der Finanzausschuss sprach sich für die Sanierung der Löcknitzhalle im kommenden Jahr aus.

Zwei finanzielle Großprojekte stehen im Haushaltsplan der Gemeinde Karstädt. Kaum Mittel für noch nicht einkalkulierte Investitionen vorhanden.

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08. Dezember 2018, 12:00 Uhr

Der dringend benötigte Grundschulanbau, der dritte Bauabschnitt der „Europastraße“, die Sanierung des Obergeschosses im Dorfgemeinschaftshaus Nebelin, der Weg vor dem Friedhof Dallmin, der Lückenschluss des Radweges in Laaslich oder auch die Umsetzung des Medienkonzepts an der Grundschule Karstädt – all das steht auf der Investitionsliste der Gemeinde für das nächste Jahr. Neben den laufenden Kosten für Instandhaltung, Reparaturen und kleineren Anschaffungen. Wie Kämmerin Ramona Storbeck auf der Gemeindevertretersitzung erklärt, würden im Entwurf des Haushaltsplanes nur rund 95 300 Euro für noch nicht eingeplante Vorhaben zur Verfügung stehen.

„Im Finanzausschuss haben wir eingehend diskutiert. Die Sanierung der Mehrzweckhalle hat Vorrang. Auch sollten wir vermehrt Geld in die Kitas stecken“, äußerte sich Gemeindevertreter und Vorsitzender des Finanzausschusses Hartmut Rusch. Die Sanierung des Daches und die technische Steuer-und Regelungstechnik für die Löcknitzhalle würde für die Gemeinde etwa 90 500 Euro kosten. So bliebe nicht viel übrig für noch nicht eingeplante weitere Investitionen. Und die Liste ist lang, wie die weitere Erschließung des Gewerbegebietes an der A14, die Errichtung eines Pavillons am Spielplatz Dargardt, um nur zwei Beispiele zu nennen. Eine gute Nachricht hatte die Kämmerin dennoch. „In die Haushaltssicherung müssen wir die kommenden Jahre nicht, aber wir müssen aufpassen.“ Auch für 2019 steht im Entwurf erst einmal ein Gesamtdefizit von rund 330 000 Euro, das durch Rücklagen ausgeglichen werden kann.

Die geplante Senkung der Kreisumlage auf 42,5 Prozent – der Kreistag muss noch zustimmen – bringt der Gemeinde ein Plus von rund 180 000 Euro, obwohl Karstädt etwa 120 000 Euro mehr an Kreisumlage zahlen muss. Waren es in 2018 etwa 2,82 Millionen Euro steigt der Betrag auf 2,94 Millionen. Die Kreisumlage richtet sich nach der Steuerkraft und der Allgemeinen Schlüsselzuweisung. „Wir haben in 2017 mehr an Gewerbesteuer eingenommen“, so Storbeck. Das waren rund 2,2 Millionen Euro, geplant waren nur 1,6 Millionen. „Aufgrund dieses Ergebnisses müssten wir bei Nichtsenkung der Kreisumlage 180 000 Euro mehr an den Landkreis zahlen“, erklärt Storbeck.

Mit dem Haushalt werden sich im Januar weiter die Ausschüsse beschäftigen und die Verwaltung plant eine Sondersitzung der Gemeindevertreter im Februar dazu.

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