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Der Prignitzer

12. Dezember 2017 | 19:22 Uhr

Schülerzahlen sind weiter rückläufig

vom

svz.de von
erstellt am 21.Aug.2013 | 06:24 Uhr

Prignitz | Zahlen zu den Schülern am Beginn des Schuljahres, Prognosen und das Oberstufenzentrum Prignitz (OSZ) mit seinen Angeboten standen am Dienstagabend im Mittelpunkt. Der kreisliche Schulausschuss hatte zu seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause ins OSZ nach Wittenberge eingeladen.

6118 Schüler besuchen die Prignitzer Schulen, zuzüglich der am OSZ. Deren Zahl liege noch nicht vor. Das ist ein Rückgang von 160 Schülern im Jahresvergleich, informierte der Landkreis. Die wenigsten Schüler wurden in Lanz eingeschult. Dort waren es gerade mal fünf. Im benachbarten Lenzen immerhin schon 17. Die städtischen Grundschulen haben die höchsten Einschulungszahlen. In Wittenberge sind es fast 80 und in Perleberg gar rund 150. Die in der jüngeren Vergangenheit von der Schließung bedrohte Grundschule in Berge nahm elf Schüler auf und unterrichtet insgesamt 51. Die Oberschulen in Perleberg und Wittenberge konnten die 7. Klassen jeweils dreizügig eröffnen, Pritzwalk mit vier Zügen. Auch für die drei Gymnasien gab es ausreichend Anmeldungen, so dass jeweils drei 7. Klassen eingerichtet wurden. Die meisten Anmeldungen erzielte Wittenberge mit 87, Perleberg mit 73 die wenigsten.

Die Prognosen zu den Schülerzahlen stimmen annähernd mit der Realität überein, sagte Danuta Schönhardt, zuständige Geschäftsbereichsleiterin im Kreis. Aber insgesamt habe sich die Bevölkerungszahl im Vergleich zu den zu Grunde liegenden Zahlen verändert. Daher wird der erst 2011 beschlossene Schulentwicklungsplan aktualisiert. Voraussichtlich im Februar soll er den Abgeordneten vorliegen mit den dann aktuellen Schülerprognosen bis 2017. Ebenfalls bis dahin will der Kreis erstmals die Schülerbeförderung analytisch untersuchen, mehrere Planspiele simulieren, um auf die sinkenden Schülerzahlen reagieren zu können.

Mit sinkenden Schülerzahlen hat auch das OSZ zu kämpfen. Erschreckend klingt die von Schulleiter Detlef Bork genannte Zahl: Rund 1450 Schüler sind es nur noch, nach 3200 im Schuljahr 2005/06. "Den demografischen Wandel bekommen wir voll zu spüren", sagt Bork. Die 1994 gegründete Schule war gezwungen, darauf zu reagieren. Von mehreren Bildungsgängen musste sie sich trennen. Besonders schmerzhaft sei das vor einem Jahr von den Bereichen Bau und Holz geschehen. Auch die medizinischen Fachangestellten oder Bäcker werden hier nicht mehr ausgebildet. Die Zahl der Lehrer ging zurück und die verbliebenen mussten sich qualifizieren, um andere Fächer zu übernehmen. "Unser Ziel ist es, die jetzige Struktur zu erhalten", sagte Detlef Bork, der in wenigen Tagen in den Ruhestand geht. Sein Nachfolger zum 1. September sollte eigentlich im Ausschuss offiziell vorgestellt werden, aber da die Kollegen noch nicht informiert seien, wurde dieser Punkt von der Tagesordnung gestrichen.

Inhaltliche Schwerpunkte der Ausbildung seien Ernährung, Hauswirtschaft und die Erzieherausbildung. Die materielle Ausstattung durch den Landkreis als Träger bezeichnete Bork als sehr gut. Er führte die Abgeordneten durch die moderne Lehrküche, die Kfz-Werkstatt mit Bremsenprüfstand und Elektroniksystemen sowie in den Fachraum für Steuerungs- und Regelungstechnik. Bemerkenswert: Ausbilder Andreas Warmus hat mit seinen Kochlehrlingen den 3. Platz bei den Landesmeisterschaften Berlin/Brandenburg belegt.

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