Kreismusikschule Pritzwalk : Schülermangel Fehlanzeige

So viele Trommeln und Becken für zwei Hände und Füße? Dian Petkov zeigt dem sechsjährigen Lennert wie’s geht.
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So viele Trommeln und Becken für zwei Hände und Füße? Dian Petkov zeigt dem sechsjährigen Lennert wie’s geht.

Standort Pritzwalk lud am Samstag zum Ausprobieren und Umschauen ein

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25. März 2014, 12:00 Uhr

Für jene, die die Räume der Kreismusikschule auf dem Gelände der Pritzwalker Brauerei noch nicht kannten, war die Wegbeschreibung denkbar einfach: Immer dem Krach nach. Am Samstag hatte die Einrichtung alle Interessierten eingeladen, den Pritzwalker Standort zu besichtigen und
sich über die vielfältigen Angebote zu informieren.

Über Schülermangel kann die Kreismusikschule aktuell wahrlich nicht klagen: „Wir haben rund 600 Schüler, die sich ziemlich gleichmäßig auf alle drei Standorte verteilen“, sagt Leiter Alexander Girsch. Dabei haben sich die Vorlieben der Schüler, was die Wahl der Instrumente angeht, über die Jahre kaum geändert. „Am beliebtesten sind nach wie vor Klavier, Gitarre und Violine“, sagt Girsch, „und das, obwohl man bei uns nahezu jedes Instrument lernen kann.“ Lediglich wenn es um besonders exotische oder ausnehmend teure Instrumente geht, muss die Musikschule passen. „Eine Harfe haben wir leider nicht im Angebot“, so Girsch. Generell sei man aber sehr gut ausgestattet, so konnten auch im vergangenen Jahr wieder neue Instrumente angeschafft werden.

Nach den Feierlichkeiten zum 60-jährigen Bestehen im vergangenen Jahr plant die Musikschule auch 2014 wieder einige Höhepunkte. „Neben einigen Konzerten wird es eine Aufführung des Musicals ,Linie 1‘ geben, die wir gemeinsam mit dem Gottfried-Arnold-Gymnasium im Rahmen der 775-Jahrfeier Perlebergs machen“, so Girsch. Weiterhin werfe mit Sound City, dem Festival der Musik- und Kunstschulen des Landes, ein Großereignis seine Schatten voraus. „Acht Bühnen auf der Elbpromenade von der Ölmühle bis zum Fährmann und 2000 bis 3000 Besucher“, schwärmt Girsch.


Gemeinsam Musizieren bis ins hohe Alter


Unterdessen dröhnt es aus den Räumen der Musikschule, Kinder und Erwachsene probieren sich an verschiedenen Instrumenten aus um herauszufinden, was ihnen am besten gefällt. Der sechsjährige Lennert versucht sich am Schlagzeug, doch erst mit der Hilfe von Lehrer Dian Petkov gelingen die Rhythmen. „Das macht Spaß, so viele Trommeln“, ist Lennert begeistert. „Das Schöne ist, dass hier wirklich Jung und Alt zusammenkommen“, sagt Petkov. „Mein jüngster Schüler ist fünf, der älteste 52 Jahre alt. Da wird es auch für die Lehrer nie langweilig.“

Dass die alten Hasen auch richtig grooven können, das bewiesen Petkov am Schlagzeug und Girsch am Piano gemeinsam mit Gennadiy Lyssykh am Bass und Axel Gliesche an der Geige mit einem verjazzten Stück von Bach, das sie für die Besucher im Saal der Musikschule auf die Bühne brachten.


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