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Wittenberger Projekt vom Säen bis zum Ernten : Schülerglück auf eigener Parzelle

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Albert-Schweitzer-Schule und Kreisverband der Gartenfreunde mit gemeinsamem Projekt. Möhren, Kürbis und Salat sind das Ergebnis

Seit gestern Vormittag ist es nun auch offiziell: Kinder aus der Albert-Schweitzer-Schule haben in der Vereinsanlage „Waldfrieden“ im Krahenstückenweg einen eigenen Lehrgarten. Das bedeutet aber nicht, dass Jeremy, Kevin, Alex, Anna, Pascal, Lea, Siggi und Vanessa mit ihren beiden Lehrerinnen Sigrid Behrendt und Christiane Tenzer aus dem Hauswirtschaftsunterricht gestern das erste Mal ihre 300 Quadratmeter Gartenland besuchten.

Seit April sind die Mädchen und Jungen in der Regel einmal die Woche auf ihrer Parzelle im Einsatz. Das ist nicht zu übersehen. Die Beete sind gut bestellt und in Schuss. „Hier wachsen unsere Kartoffeln“, weiß Lea. Pascal steht am Beet mit den Möhren. Vanessa deutet auf die Pflanzen, an denen im Herbst hoffentlich ganz große Kürbisse wachsen werden.

Apropos Kürbisse: Sie begründeten quasi das Miteinander von Schule und Gartenfreunden. Jörg Swierczinski als 1. Vorsitzender und Geschäftsführer des Kreisverbandes erzählt, dass auf der damals noch unverpachteten Parzelle – um sie trotzdem zu nutzen – Kürbisse angepflanzt waren. „Wir haben das Gemüse der Albert-Schweitzer-Schule angeboten.“ „Und wir haben sie sehr gern für unser Herbstfest an der Schule genommen“, fügt lächelnd Schulleiterin Sabine Milschus an. So haben die Kinder erfahren, dass man die riesigen Früchte nicht nur prima zum Schmücken verwenden kann. „Die Kürbissuppe mit Würstchen war lecker“, erinnert sich Pascal. Jörg Swierczinski kann das nur bestätigen, er war zum Herbstfest eingeladen. Diesen ersten Kontakten folgten weitere, die Idee vom Lehrgarten war geboren. Die Elf- und 12-Jährigen aus der Schweitzer-Schule erfahren durch eigenes Tun den Weg vom Säen, übers Pflanzen bis zum Ernten und zum Verarbeiten in der Schule. Sabine Milschus spricht mit Blick auf den Lehrgarten davon, „dass wir hier ein Beispiel für Inklusion von unten erleben“. Das Projekt des Garten-Verbandes funktioniert nämlich nur, darin sind sich Milschus, Swierczinski und der Verbandsgartenfachberater Andreas Madauß einig, „weil das Miteinander im Gartenverein super funktioniert“. Die Hobbygärtner würden die Kinder nicht nur akzeptieren, sondern gern unterstützen.

Unbedingt muss in diesem Zusammenhang Burkhard Bader genannt werden. Seine Parzelle liegt der der Schule gegenüber. Bader kümmert sich: Er ist da, wenn bei Trockenheit gesprengt werden muss. Er hat auch die Pumpe gespendet, die für das Wasser sorgt. Er steht Schülern und Lehrern mit Rat und Tat zur Seite. Bader sagt bescheiden: „Ich habe doch die Zeit.“ Und Jörg Swierczinski nennt ihn ein sehr reges Mitglied im Vereinsvorstand, „wie wir sie uns überall wünschen“.

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erstellt am 20.Jun.2014 | 10:00 Uhr

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