Bunte Bänke in Perleberg : Schüler entwerfen Stadtmobiliar

Die Schlangenbank, entworfen von den Schülern der Schule an der Stepenitz.  Fotos: Schule an der Stepenitz/Zentrum für Peripherie e.V.
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Die Schlangenbank, entworfen von den Schülern der Schule an der Stepenitz. Fotos: Schule an der Stepenitz/Zentrum für Peripherie e.V.

Sitzgruppen für Haltestellen in der Wittenberger Straße vorgesehen. Kosten: 20 000 Euro. Finanzierung über Städtebaufördermittel

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24. Mai 2017, 05:00 Uhr

Den Stadtentwicklungsausschuss haben die Schüler der Schule an der Stepenitz mit ihren Bänken überzeugt. Einstimmig votierte dieser für die Umsetzung des Projektes. Und so werden ihre Wellen- und ihre Schlangenbank an den Bushaltestellen in der Wittenberger Straße ihren Platz finden. Vorausgesetzt, auch der Hauptausschuss geht mit, folgt der Empfehlung.

Was hat es nun mit diesen Bänken auf sich, die hundertprozentig nicht nur einen Farbtupfer ins Stadtbild setzen, sondern sicher auch zum Hingucker werden. „Perleberg auf dem Weg zur schönsten Stadt der Welt“ – unter diesem Motto fand in den vergangenen zwei Jahren das Projekt Zukunftswerkstatt statt. „Wir sind dabei“, sagten sich die Schüler der Schule an der Stepenitz und hatten auch gleich eine ganze Menge an Ideen, wie man ihre Stadt noch attraktiver gestalten könne. Eine lieferte der alltägliche Schulweg, denn ein Teil der Mädchen und Jungen kommt mit dem Bus. Mit den drei Sitzplätzen in den Busunterständen ist deren Zahl gelinde gesagt recht übersichtlich. Also sitzt der Nachwuchs auf Treppen an Hauseingängen und dergleichen, was bei den Bewohnern nicht sehr gern gesehen wird. So entstand die Idee, von zusätzlichen Sitzgelegenheiten im Haltestellenumfeld. Mit Unterstützung der Künstlerin Ute Reeh vom Zentrum für Peripherie e.V. brachten die Schüler ihre Vorstellungen zu Papier, entwarfen ihre Bänke. Funktionalität, Form, Optik, Material und Statik bis zur handwerklichen Umsetzbarkeit – mit all dem setzten sie sich auseinander. Zeichnungen wurden gemacht, Modelle aus Holz gebaut. Das Ergebnis: Die Wellen- und die Schlangenbank. Und damit ging man zur Stadt und deren Sanierungsträger, der BIG-Städtebau, berichtet Schulleiterin Monika Wlodarz. „Das machen wir, wenn die Stadtverordneten mitgehen“, so die Antwort hier.

Die Wellenbank, die ebenfalls in der Wittenberger Straße einen Platz erhalten soll.
Die Wellenbank, die ebenfalls in der Wittenberger Straße einen Platz erhalten soll.
 

An die 20 000 Euro wird diese Kunst am Bau kosten, Geld, das über die Städtebauförderung fließt „und gut investiert ist“, wie es im Stadtentwicklungsausschuss hieß. Zum einen haben Schüler hier für ihresgleichen eine interessante Idee städtebaulich umgesetzt. Zum anderen liefern sie den Beweis, dass jeder einzelne sich gesellschaftlich einbringen kann. Sie selbst haben sich damit etwas geschaffen, von dem sie sagen können: „Das ist unsere Bank, die haben wir entworfen.“

Vom Material her sollen die kreativen Bänke eine Oberfläche aus HPL-Platten erhalten – Laminate, die aus mehreren Schichten Papier mit Harz Beschichtung bestehen, die unter hohem Druck zusammengefügt wurden. Diese seien extrem widerstandsfähig, erläuterte Christoph Röhrs von der BIG-Städtebau, der das Projekt mitbegleitet.

Vorgesehen ist, mit Fertigstellung der Wittenberger Straße eine Bank an der Bushaltestelle in dieser Straße und eine auf dem Grahlplatz im Bereich der neuen Fußgängerüberführung aufzustellen.
 

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