Karstädter Stahlbau-Unternehmen : Schorisch Magis baut auf den Nachwuchs

Jost Weimer (r.), Geschäftsführer der Schorisch Magis AG, führte seine Gäste durch die Firmenhallen.
Jost Weimer (r.), Geschäftsführer der Schorisch Magis AG, führte seine Gäste durch die Firmenhallen.

Das Karstädter Unternehmen übernahm in den vergangenen sieben Jahren alle Auszubildenden zum Konstruktions- und Industriemechaniker.

svz.de von
30. März 2014, 08:00 Uhr

Anfang nächster Woche geht es für die Mitarbeiter der Schorisch Magis GmbH aus Karstädt mit dem nächsten Großauftrag los. „Wir bauen in Warnemünde die Bahnhofsbrücke neu“, erklärte Geschäftsführer Jost Weimer. Das heißt: Erst erfolgt die Demontage und dann werden die gesamten Brückenteile in Karstädt nachgebaut. „Das dauert ungefähr sechs Wochen und dann benötigen wir in etwa drei Wochen für die Montage der Drehbrücke “, so Weimer.

Die Schorisch Magis GmbH hat seit dem Jahr 2000 ihren Sitz in Karstädt und ist auf Stahlanlagenbau (zum Beispiel Ofenbau) und Stahlwasserbau (Drehbrücken, Schleusen und -tore, Schiffshebewerk) spezialisiert. Derzeit beschäftigt das Unternehmen 70 Mitarbeiter, wie der Geschäftsführer am Donnerstagnachmittag seinen Gästen berichtete. Er führte den Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion, Prof. Dr. Michael Schierack, CDU-Landratskandidat Andreas Giske, den CDU-Bundestagsabgeordneten Sebastian Steineke, den Prignitzer CDU-Kreisvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Gordon Hoffmann und Karstädts Bürgermeister Udo Staeck durch die Fertigungs- und Lagerhallen.

Unter den 70 Mitarbeitern sind sieben Auszubildende zum Konstruktionsmechaniker und Industriemechaniker. „Wir übernehmen jeden. Normal haben wir drei Auszubildende pro Jahr. Und wir setzen da ganz auf die jungen Leute aus der Umgebung. Bei den Bewerbungen hinterfragen wir sehr bewusst das gesamte Umfeld der jungen Leute. Wir wollen sie ja hier behalten“, sagte Jost Weimer. In den vergangenen sieben Jahren wurden alle Auszubildenden übernommen. „So konnten wir durch scheidende Rentner den Altersdurchschnitt in der Belegschaft von 52 auf 42 Jahre senken.“

Und da er die Politiker in seinem Unternehmen hatte, diskutierten sie über die Ausbildungssituation. „Von Seiten der Politik wird massiv in Richtung Abitur gedrückt. So verlieren wir den Nachwuchs im handwerklichen und gewerblichen Bereich. Diese Ausbildungen haben kein hohes Ansehen. Wir haben aber bis jetzt immer Bewerber gefunden“, sagt der Geschäftsführer. Doch er blickt weiter: „Jeder Betrieb hier in der Region hat Personalprobleme. Das ist auch der schrumpfenden Bevölkerung geschuldet.“ Und - da waren sich alle einig – man müsse Anreize schaffen, damit die Oberschulen attraktiver werden. „Denn nicht jeder ist für das Abitur geeignet“, meint Weimer.

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