Pumpwerk bei Cumlosen : Schöpfwerk auch für Wittenberge wichtig

4,1 Millionen Euro fließen in das Schöpfwerk. Seine Leistungsfähigkeit wird erhöht.
4,1 Millionen Euro fließen in das Schöpfwerk. Seine Leistungsfähigkeit wird erhöht.

Pumpwerk bei Cumlosen wird umfassend saniert

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13. August 2016, 14:00 Uhr

Das Schöpfwerk bei Cumlosen, dessen umfassende Sanierung des Landesumweltamt jetzt für gut 4 Millionen Euro in Angriff nimmt, hat auch für den Hochwasserschutz von Wittenberge große Bedeutung. Das sagt Robert Schmidt, Projektleiter aus der Landesbehörde.

Eine Aufgabe der vor rund 50 Jahren errichteten Hochwasserschutzanlage sei es, den Cumlosener Polder, also die 19 Quadratkilometer von B 195 bis zum Elbdeich vor Vernässung zu schützen. Bei Hochwasser, aber auch schon bei höheren Pegelständen, drückt die Elbe in die Niederung durch. Über das dortige Gräbensystem wird das Wasser dem Schöpfwerk zugeleitet. Bei diesem Pumpwerk kommt nach den Worten von Schmidt aber auch das Qualmwasser an, dass im Stadtgebiet von Wittenberge bei Hochwasser über den Kahlhorstgraben abgeleitet wird. Zu normalen Zeiten, also dann, wenn der Strom kein Hochwasser führt, speist der besagte Graben sein Wasser über weitere Gräben und den Schmaldiemen als Miniflüsschen in die Löcknitz.

„Anders verhält es sich, wenn das Entwässerungssystem angespannt ist, wie es bei Hochwasser der Fall ist“, erklärt Schmidt. Dann wird das Wasser, das über den Kahlhorstgraben kommt, nicht in die Löcknitz gespeist, um diese zu entlasten.

Ein im Grabensystem bei Cumlosen befindliches Wehr wird geschlossen. Das Wasser wird über dem Cumloser See zum Schöpfwerk geleitet, wo es Richtung Elbe gepumpt wird. Derzeit ist die Hochwasserschutzeinrichtung noch mit Pumpen ausgestattet, die 2,7 Kubikmeter Wasser pro Sekunde bewegen können. Die neuen Aggregate werden über eine Gesamtleistung von 4,4 Kubikmeter pro Sekunde verfügen.

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