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Schönfelder kämpfen weiter für 70 km/h und Sperrlinie

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erstellt am 15.Jul.2013 | 07:14 Uhr

Schönfeld | Die Schönfelder Initiative B 5 lässt nicht locker. Trotz abschlägiger Antwort von der unteren Verkehrsbehörde wandte sich Gisela Nohr abermals an diese. Unterstützung gab es dabei von der Stadt.

Eine beidseitige Geschwindigkeitsbeschränkung auf der B 5 und ebenso ein beidseitiges Überholverbot am Abzweig ins Dorf, dafür kämpft die Initiative. Derzeit gilt das Überholverbot eben nur vor dem Abzweig in Richtung Premslin. Hier dürfen auch nur 70 km/h gefahren werden. Der stationäre Blitzer überwacht gnadenlos die Einhaltung.

Auf der Gegenseite sind 100 km/h erlaubt und ein Überholverbot am Abzweig - leider Fehlanzeige, so die Schönfelder. Mit ihren Befindlichkeiten und Argumenten wandten sich die Dorfbewohner an die untere Verkehrsbehörde des Landkreises. Seitens dieser gab es eine abschließende Antwort die da lautet: … aus Sicht der Straßenverkehrsbehörde bestehen keine Gründe, weitere verkehrsrechtliche Anordnungen für besagten Abschnitt zu erlassen." Das war im November 2012.

Kopfschütteln und Unverständnis bei den Schönfeldern. Und so der erneute Vorstoß, ein Gesprächstermin bei der unteren Verkehrsbehörde wurde vereinbart. Schriftlich dann Mitte Juni die Antwort: Man habe den Landesbetrieb Straßenwesen erneut um eine Stellungnahme betreffs der Verkehrssicherheit auf der B 5, Abzweig Schönfeld gebeten. Dieser hält aus den bereits genannten Gründen gegenwärtig weitere Maßnahmen hier nicht für erforderlich, sprich "straßenverkehrsrechtliche Änderungen werden in Zukunft nicht erfolgen". Im August werde die Kreisstraßenmeisterei die turnusmäßige Verkehrszählung in besagtem Abschnitt durchführen. Sollte diese neue Erkenntnisse erbringen, werde die untere Verkehrsbehörde den Sachverhalt erneut aufgreifen.

"Für uns ist die Sache damit nicht vom Tisch", betont Gisela Nohr. Und sie fügt als Argument an: Binnen weniger Tage starben im August vergangenen Jahres im Bereich des Blitzers auf der B 5, Höhe Abzweig Schönfeld, zwei Menschen bei Verkehrsunfällen, weitere wurden schwer verletzt. Anfang November wurde aus Perleberg kommend für den Bereich Überholverbot angeordnet. Sichtbares Zeichen: eine durchgehende Sperrlinie. Für die Schönfelder bleibt dennoch die Frage: Warum nur auf dieser Seite und warum 70 km/h hier, wo ein abbiegendes Fahrzeug von vornherein den nachfolgenden Verkehr praktisch ausbremst? Auf der anderen Seite sind 100 km/h erlaubt und darf weiterhin überholt werden.

"Wir werden uns jetzt direkt an die Abgeordneten wenden und hoffen, dass sie uns unterstützten. Denn was muss noch alles passieren, damit zumindest eine durchgehende Sperrlinie in diesem Bereich Überholverbot anordnet", so Gisela Nohr von der Schönfelder Initiative B 5.

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