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Der Prignitzer

25. November 2017 | 01:03 Uhr

Schneebruch bringt Geld in Stadtkasse

vom

svz.de von
erstellt am 28.Mär.2011 | 06:09 Uhr

Wittenberge | Der Eis- und Schneebruch am 23. bzw. 24. Dezember haben im stadteigenen Wald zwar massive Schäden angerichtet, unter dem Strich das wirtschaftliche Ergebnis aber nicht geschmälert. Das Gegenteil ist der Fall: Revierförster Bernd Kugler, der sich im Auftrag der Kommune um die gut 100 Hektar Stadtwald kümmert, verweist auf Einnahmen von 33 000 Euro. Davon abgezogen sind bereits die Kosten, die das Beseitigen der Schäden verursachte.

Wie Kugler sagt, haben sich die Folgen des gewaltigen Schneebruchs aber nur deshalb ins Positive verkehren lassen, "weil wir das Beseitigen des Bruchholzes verbunden haben mit einem Durchforsten des Waldes". Das betreffe vor allem die 60 Hektar, die die Stadt rund um den Friedensteich besitzt. Dass die Arbeiten sich zu Beginn auf die Waldkanten und die Wegeränder konzentrierten, hänge damit zusammen, dass hier viele Spaziergänger und Radler unterwegs sein.

Im Jahr 2004 sei der Wald, der vorrangig aus Kiefern bestehe, letztmals durchforstet worden. "Alle fünf, sechs, bzw. sieben Jahre ist ein Einschlag normal. Die Zeitspanne hatten wir erreicht, haben nun das Aufräumen mit dem gezielten Holzeinschlag verbunden", erklärt Kugler. Er verweist auf 1200 Festmeter, die er rund um den Friedensteich einschlagen ließ und verkaufte. Es hat sich ausgezahlt, dass der Revierförster nicht schon 2009 oder im Vorjahr durchforsten ließ. Kugler hatte aufs Abwarten gesetzt, die Holzpreise waren im Keller. Das hat sich gelohnt, die Erlöse haben wieder angezogen.

Wittenberges Wald wächst auf armen Böden. Trotzdem ist er für die Kommune kein Zuschussgeschäft, wie es andernorts durchaus die Regel ist. Die Erlöse sind von Jahr zu Jahr zum Teil sehr unterschiedlich, unter dem Strich hat die Stadt in den letzten zehn Jahren aber Einnahmen von rund 70 000 Euro verbucht. Wenn der Revierförster von vorausschauender Waldwirtschaft spricht, dann hat er auch die Nachhaltigkeit im Auge. Wie diese sich darstellt, zeigt die Waldflächen gegenüber Herrmannshof an der B 195. Auf 15 Hektar hat der Förster unter den Kiefern junge Laubbäume setzten lassen. Es wächst ein neuer Wald heran. Der Boden hier gibt es her. Am Friedensteich mit seinen Sanddünen ist das so nicht machbar, erklärt Bernd Kugler.

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