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Erinnerung: Als Tausende Bücher umzogen : Schmökern mit Stil

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

15 Jahre Bibliothek im Wallgebäude: Kleine Ausstellung erinnert an den Umzug, die Zeit davor und danach

von
erstellt am 03.Sep.2014 | 22:26 Uhr

Vor 15 Jahren, im Juni 1999, zog die heutige Stadtbibliothek (zuvor Kreisbibliothek) vom Großen Markt 15 in das Wallgebäude der Stadt Perleberg.

Nach einer Schließungszeit von mehr als zehn Wochen öffnete die Bibliothek am 6. September 1999 im neuen und zugleich historischen Gebäude in der Puschkinstraße 14 wieder ihre Pforten. Diesem Anlass ist eine kleine Fotoausstellung gewidmet, die man sich in der Stadtbibliothek zu deren Öffnungszeiten anschauen kann (montags 12 bis 18 Uhr, dienstags/donnerstags 10 bis 12 und 13 bis 18 Uhr). „Wir stellen auf den Fotomotiven Altes und Neues gegenüber“, sagt Karin Renkewitz, Leiterin der Bücherei.

Bereits 1997 wurden die ersten Vorbereitungen zum Um- und Neubau des Wallgebäudes getroffen. Am 23. Juli 1998 erfolgte dann die feierliche Grundsteinlegung im Beisein des damaligen brandenburgischen Ministerpräsidenten Manfred Stolpe.

Grundidee des Baukonzeptes war es, die vorhandenen Gebäudestrukturen zu bewahren, nutzbar zu machen und sie um eine zeitgemäße Architektur zu ergänzen. Das gelang – zumindest wenn man die Räumlichkeiten der Bibliothek betrachtet – sehr gut. Verglichen mit den Räumen am Großen Markt 15 – hier befindet sich heute das Kulturcafé des Vereins Relais e. V. – war der Umzug für die städtische Einrichtung ein ganz großer Schritt nach vorn, wie Karin Renkewitz bestätigt. „Unser Ausleihraum am Großen Markt war nur etwa 70 Quadratmeter groß. Für 30 000 Bücher und den Mitarbeiterstamm, den wir damals noch hatten, extrem eng“, erinnert sich die Bibliotheksleiterin. Alles musste in die Höhe gestapelt und die Bücher dann von dort wieder umständlich herunter geholt werden.

Immerhin befand sich die Bücherei 30 Jahre lang am Großen Markt. Zuvor war sie direkt neben dem Rathaus untergebracht, dort, wo heute das Standesamt sein Domizil hat. Hier zog sie 1930 ein. Eine öffentliche Bibliothek gibt es in Perleberg aber nachweislich noch länger, seit rund 115 Jahren. Wo sie sich vor 1930 befand, sei allerdings nicht bekannt.

Mit etwa 30 000 Medien wurde also vor 15 Jahren ins Wallgebäude umgezogen. „Hier haben wir einen Bestand von rund 25 000 bis 26 000 Medien. Eine für unsere Größe und Lage angemessene Zahl“, verdeutlicht Karin Renkewitz. Um die 900 Nutzer sind eingetragen, rund 35 000 Entleihungen gab es 2013. Zunehmend wird dafür auch die Onlineausleihe genutzt.


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