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Osterfahrtage beim Pollo : Schmale Spur, breite Ausstrahlung

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Die Museumsbahn Pollo mausert sich zu einem Prignitzer Markenzeichen / Osterfahrtage gaben Auftakt für die Sommersaison

von
erstellt am 21.Apr.2014 | 22:00 Uhr

An die 9000 Besucher fahren alljährlich mit der Prignitzer Kleinbahn Pollo, kommen also auch zum Pollo-„Hauptbahnhof“ Lindenberg (Gemeinde Groß Pankow). Die Schmalspurbahn, die noch bis vor ein paar Jahrzehnten regulär einen Teil des Schienenverkehrs in der Region abwickelte, mausert sich zu einem Aushängeschild für die Region. Das wissen die Museumseisenbahner, die im Verein Prignitzer Kleinbahnmuseum Lindenberg e. V. zusammengeschlossen sind, und darauf sind sie auch stolz. Rainer Knurbien, der seit Jahren aktiv im Vereinsvorstand mitarbeitet, kann das gut ’rüberbringen, mit dem nötigen Selbstbewusstsein. „Mit dem Begriff Pollo können inzwischen viele etwas anfangen. Wir werben damit für unsere Region, weit über deren Grenzen hinaus“, sagt er.

Ein gesundes Selbstbewusstsein braucht man bei einer so kleinen Bahnstrecke, um als Verein etwas voran zu bringen. 2014 Jahr besteht das stationäre Museum in Lindenberg bereits seit 20 Jahren. Ein großes Geburtstagsgeschenk wird es auch geben: Derzeit laufen im Lokschuppen bzw. in den Werkstätten des Vereins in Mesendorf (Stadt Pritzwalk) die letzten Arbeiten an einem historischen Waggon. Er wurde komplett wieder aufgebaut. Unterstützung gab es in finanzieller Hinsicht von der Sparkassenstiftung. Tätige Hilfe leistete der Verein IG Preßnitztalbahn im sächsischen Jöhstadt, mit dem die Prignitzer Kleinbahner seit Jahren eng kooperieren. Zu den Dampftagen Ende Mai soll das gute Stück seiner Bestimmung übergeben werden.

Unterdessen beschäftigen sich die Kleinbahner parallel bereits mit dem nächsten Projekt: „Von Mast zu Mast nach Lindenberg – eine Fernsprechleitung für den Pollo“. Rainer Knurbien: „Auch hierbei steht der museale Gedanke für uns im Vordergrund. Ein Stück – von Lindenberg bis zum Vettiner Bahnhof – ist bereits fertiggestellt. “ Ziel sei es, eine vollständige und betriebsfähige Fernsprechleitung entlang der Pollo-Strecke zu errichten. Dazu hat der Verein eine eigenständige Spendenaktion ins Leben gerufen. Hintergründe und Infos dazu, wie man sich beteiligen kann, findet man im Internet auf der Homepage des Vereins. Eine bereits seit Längerem diskutierte Verlängerung bzw. Erweiterung der Kleinbahnstrecke, stehe hingegen derzeit nicht auf dem Programm, so Rainer Knurbien. „Wir möchten stattdessen unsere vorhandenen Angebote qualitativ ausbauen“, sagt er.

Der Publikumszuspruch, gerade jetzt wieder über Ostern zum Start in die Sommersaison, gibt dem 84 Mitglieder starken Verein Recht. Denn bereits der eigentliche Auftakt 2014 – die beiden Knieperfahrten – war mit rund 100 Teilnehmern gut besucht. Die letzten offiziellen Fahrtage sind auch dieses Jahr wieder um Nikolaus herum. „Damit halten wir inzwischen ein Ganzjahresprogramm bereit“, unterstreicht Rainer Knurbien.


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