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Straßenbau bei Klein Woltersdorf : Schlaglöcher adé

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Baubeginn an der K 7054 / Projekt kostet rund sieben Millionen Euro und soll 2019 fertig sein

„Diese Straße ist einer Landesstraße nicht würdig. Hier könnte man prima einen Historienfilm drehen“, sagt gestern einer der Gäste beim symbolischen ersten Spatenstich zum Ausbau der jetzigen K 7054. Er war über Vettin und Kehrberg nach Klein Woltersdorf gekommen.

Seit Jahren ist die Strecke eine Zumutung für Anwohner und Besucher. Doch weil die Landesstraße 146 eben im „Grünen Band“ des Landes liegt, wurde nur stetig notdürftig repariert aber nicht saniert. Nun sollen sich die Verhältnisse deutlich verbessern, so Landrat Torsten Uhe beim Treffen zum Baubeginn. In sechs Bauabschnitten soll die 15 Kilometer lange Strecke nun bis zum Ende 2019 Stück für Stück ausgebaut werden. „Damit verbessern sich die Lebensbedingungen für unsere Einwohner unheimlich“, ist sich Haldor Lugowski vom Bauamt der Gemeinde Groß Pankow sicher.

Die Kommune hatte gemeinsam mit Pritzwalk die Idee entwickelt, die Landesstraße in kommunale Trägerschaft zu übernehmen und sie anschließend mit Fördergeldern auszubauen. Als dieser Plan nicht ganz aufging, einigte man sich mit dem Landkreis. Nun hat der Landkreis die ehemalige Straße übernommen und kann diese mit einer hundertprozentigen Förderung ausbauen. Das heißt, es fließen über Umwege immerhin 7,5 Millionen Euro aus der Landeskasse in die Prignitz, um die Infrastruktur hier deutlich zu verbessern. „Die Anwohner sind sehr froh, dass hier endlich etwas passiert. Das zeigte sich bei den Einwohnerversammlungen sehr deutlich. Natürlich gibt es jetzt Einschränkungen, mit denen die Menschen zunächst leben müssen. Aber mit dem Ziel vor Augen, hier für die nächsten Jahre eine vernünftige Straße zu bekommen, kann man diese Einschränkungen ertragen“, so Haldor Lugowski. Ronald Thiel, stellvertretender Pritzwalker Bürgermeister, machte deutlich, dass der Baubeginn und das gesamte Projekt ein sehr gutes Beispiel dafür seien, was man erreichen könne, wenn Kommunen und Landkreis an gemeinsamen Zielen arbeiten, um dann auch etwas zu bewegen.

Ganz zum Nulltarif bekommen die Kommunen diesen Deal aber nicht. „Wir dürfen nicht vergessen, dass der Landkreis bereits 317 Kilometer Kreisstraße zu betreuen hat. Deshalb gab es den Tausch mit den Kommunen, die drei kommunale Straßen, die allerdings bereits saniert sind, vom Landkreis übernommen haben. Die neue K 7054 verbindet die B 103 bei Seefeld mit der B 107 bei Tüchen. Bis auf die Ortslage Kehrberg werden in diesem Ausbauverfahren auch die Ortsdurchfahrten in Vettin und teilweise in Lindenberg erneuert. Um diese Herausforderung stemmen zu können, arbeite man mit zwei Planungsbüros. Selbst bis Ende 2019 mit allem fertig zu sein, sei ein sportliches Ziel, gesteht Michael Becker, Leiter der Prignitzer Kreisstraßenmeisterei. Wer also echte „Straßen in Ostromantik“, so die Anmerkung von Ronald Thiel, erleben möchte, hat nur noch bis Ende 2019 Zeit, dies zwischen Seefeld, Klein Woltersdorf, Kehrberg und Vettin zu tun.
 

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