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Kreiskrankenhaus Prignitz : Schimmel in der Klinikdusche

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Bad in Patientenzimmer trotz Nachfragen nicht gereinigt/ Kreiskrankenhaus spricht von Einzelfall

von
erstellt am 30.Jul.2015 | 21:00 Uhr

Im Krankenhaus hat Hygiene nach allgemeiner Einschätzung einen hohen Stellenwert. Eine Leserin des „Prignitzers“, deren Name der Redaktion bekannt ist, hat das Gegenteil erlebt. „Meine Mutter wurde vor zwei Wochen ins Kreiskrankenhaus Prignitz eingeliefert, und ich besuche sie jeden Tag“, sagt die junge Frau. „Irgendwann fiel mir der Schimmel in der Dusche auf. Ich wollte zunächst abwarten, ob die Reinigungskräfte das nicht selbst sehen und entfernen. Als es tags darauf immer noch nicht besser war, habe ich das Personal informiert. Aber auch dann ist nichts passiert.“

Der Verdacht, dass es das Kreiskrankenhaus mit der Sauberkeit in den Patientenzimmern nicht allzu genau nehme, sei noch durch einen Versuch mit einem im Bad positionierten Haar erhärtet worden. „Das haben wir auf der Toilette postiert, und es war zwei Tage später immer noch da“, sagt die Leserin. „Das war für mich dann Grund genug, mich an die Zeitung zu wenden.“

Auf unsere Anfrage hin antwortet das Kreiskrankenhaus, dass man das betroffene Bad ausfindig machen konnte und dort tatsächlich auffällige Verunreinigungen vorgefunden habe. „Die sofortige Beseitigung dieser Verunreinigungen haben wir veranlasst. Dies war auch problemlos möglich“, informiert Pressesprecherin Jacqueline Braun.

Die Bäder der Patientenzimmer würden täglich gereinigt. „Es erfolgen engmaschige Kontrollen der Bäder. Ab sofort finden diese noch gezielter, auch von den Hygienefachkräften statt“, sagt Braun und ergänzt, dass zu keiner Zeit eine gesundheitliche Gefahr für die Patientin bestanden habe.

Warum die Weitergabe der Information an die zuständigen Reinigungskräfte nicht erfolgte, sei intern zu klären. „Wir möchten uns jedoch dafür entschuldigen. Wir bedauern diese Situation sehr und verweisen ein weiteres Mal auf die Möglichkeit, derartige Themen auch direkt an die Patientenfürsprecher oder unser Beschwerdemanagement heran zu tragen. Dies bedeutet für uns auch eine weitere Hilfe, um Probleme schnell zu lösen.“


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