Straße, Schiene, Wasser im Hafen : Schiff „springt“ für Bahn ein

Der Schubleichter-Verband wird beladen. 

Der Schubleichter-Verband wird beladen. 

Container aus Stendal werden über die Elbe nach Hamburg verschifft. Umschlag im hiesigen ElbePort

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24. Juni 2016, 12:00 Uhr

Straße, Schiene, Wasser: „Momentan nutzen wir für den Umschlag im ElbePort alle drei Optionen. Das ist allerdings auch das erste Mal in diesem Jahr“, sagt Martin Lukat. Er ist der Neue im ElbePort und Terminalleiter. An der Kaimauer hat am Dienstag ein Schubleichter-Verband festgemacht. An Bord sind 39 40-Fuß-Container. Das entspricht der Beladung eines Ganzzuges, verdeutlicht Lukat die Größenordnung. Die Container sind für das Zellstoffwerk bei Stendal bestimmt, wo sie mit Fracht beladen werden. Geplant war, so der Terminalleiter, den Umschlag über Straße und Schiene abzuwickeln. Die beladenen Container sollten, aus der Altmark per Laster kommend, im ElbePort auf die Schiene umgeschlagen werden. „Wir als Eisenbahngesellschaft Potsdam mbH transportieren die Fracht per Zug in den Hamburger Hafen an die Terminals, wo sie auf Seecontainerschiffe umgeladen wird“, erläutert Geschäftsführer Mathias Tenisson. Aber: „Wegen Arbeiten an den dortigen Terminals bekommen wir derzeit keine Slots, also keine Zeitnische, um von der Schiene auf die Schiffe umzuladen.“ Bleiben Umschlag und Transport über Wasser. Das ist derzeit allerdings problematisch. Denn bei einem Elbpegel gestern Vormittag von 1,81 Meter bei Wittenberge ist auch die Schifffahrt nur noch eingeschränkt möglich. „Es funktioniert derzeit nur mit Schubleichtern, weil die einen geringen Tiefgang haben“, sagt Lukat.

Ab gestern Mittag war im ElbePort der Hafenkran im Einsatz, lud die von Lastern gefüllt aus dem Stendaler Zellstoffwerk herantransportierten Container auf den Schubleichter. „Hier zahlt sich die Trimodalität des Hafens aus“, sagt Lukat. Wenn auch der ElbePort sich künftig verstärkt auf den Umschlag von Gütern über Schiene und Straße ausrichtet, wie die Gesellschafter in der vergangenen Woche (der „Prignitzer“ informierte) berichteten. Grund für diese Entscheidung ist das häufig auftretende Niedrigwasser der Elbe. Mit der Neuausrichtung ging ein Gesellschafterwechsel einher. Die beiden Hamburger Hafenlogistiger Buss Port Logistics GmbH & Co. KG sowie Carl Robert Eckelmann GmbH schieden aus.

Die Eisenbahngesellschaft Potsdam erhöht ihre Anteile auf 60 Prozent, ist Mehrheitsgesellschafter und baut ihr Engagement dementsprechend aus.  

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