Schiefertürmchen krönt das Vier-Jahreszeiten-Haus

<fettakgl>Der Turm mit</fettakgl> der Schieferhaube hebt sich langsam Richtung Dach. <fotos>Barbara Haak</fotos>
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Der Turm mit der Schieferhaube hebt sich langsam Richtung Dach. Barbara Haak

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15. März 2013, 09:19 Uhr

Wittenberge | Seit gestern trägt das Haus der vier Jahreszeiten in der Johannes-Runge-Straße wieder einen Turm. Der Architekt hatte das Jugendstilgebäude bei seiner Errichtung zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts damit gekrönt. Wann es dem einst repräsentativen Haus abhanden gekommen ist, lasse sich, so der heutige Architekt Stefan Kunzemann, der für die Wohnungsbaugesellschaft (WGW) als Eigentümer die aufwändige Sanierung und Modernisierung des Hauses verantwortet, nicht mehr genau sagen. Nun ist wieder ein Türmchen da. Für die Holzkonstruktion zeichnet die auf Denkmalbauten spezialisierte Firma Fuchs-Girke aus Ottendorf-Okrilla verantwortlich.

Die Dachhaube hat Norman Lehmann aus Lenzen mit kleinen Schieferschindeln gedeckt. Der Lenzener führt einen Schieferfachbetrieb. Die Herausforderung dieses Daches: Die fünf bis sieben Millimeter starken Naturschieferplatten mussten exakt den Rundungen der Haube angepasst werden.

Der Naturstein sorgt auch kräftig für Gewicht. Die Holzkonstruktion an sich bringt es auf 400 Kilogramm. Der Schiefer bringt 800 Kilo auf die Wage, so dass gestern rund 1,2 Tonnen am Kranhaken hingen, um in einer Höhe von gut 20 Metern auf den aus dem Dach ragenden Turmschacht aufgesetzt zu werden.

Das Türmchen erhalte noch Fenster und ist vom Dachboden aus über eine Leiter quasi als Ausguck zu erreichen, sagt WGW-Geschäftsführer Torsten Diehn. Im Haus der vier Jahreszeiten entstehen sehr moderne Zwei- und Drei-Wohnungen.

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