Wittenberge : Schickes neues Wohnen am Wasser

Stadtvillen in zeitgemäßer Architektur könnten das Wohnquartier prägen.  Zeichnung: AtelierNeun
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Stadtvillen in zeitgemäßer Architektur könnten das Wohnquartier prägen.

Deutsch-spanisches Architektenteam stellt dafür zwei Konzepte vor

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18. November 2015, 17:48 Uhr

Die 9000 Quadratmeter zwischen Bad Wilsnacker Straße und dem alten Zollhaus an der Uferpromenade sind städtebaulich gesehen ein Schatz. Heute noch verlassener Stadthafen und Industriebrache, wird sich das Gelände zu einem anspruchsvollen Wohngebiet in Top-Lage wandeln. So wollen es die Stadtväter. Dafür haben sie die Weichen gestellt und den jungen Leuten vom Architekturbüro AtelierNeun den Auftrag erteilt, Konzepte zu entwerfen, wie das Wohnen in dieser unbestritten prominenten Lage mit Blick auf die Stepenitz und die Elbe und nahe der großen Denkmalspeicher aussehen kann.

Die Damen und Herren von AtelierNeun sind in Wittenberge nicht unbekannt, ihnen ist die Stadt und besonders das Areal an der Bad Wilsnacker Straße vertraut. Denn das Büro, dem deutsche wie auch spanische Architekten angehören, hatte sich schon am Europan-Wettbewerb beteiligt, Ideen für die Nutzung der Speicher und des Umfeldes entwickelt. Die Europanjury honorierte das Projekt der jungen Leute mit einer Anerkennung. Die Stadt entschloss sich, weiter mit ihnen zusammen zu arbeiten.

Nach Monaten der Ideenfindung, des Planens, Verwerfens, des Entwickelns und nach Abstimmung mit den Fachleuten aus dem Stadtbauamt sind zwei Rahmenkonzepte für das Areal entstanden. Ein Areal, von dem Architekt Daniel Harth bei der Vorstellung im Bauausschuss sagte, es zeichne sich durch eine strategisch einzigartige Lage aus, da es einen Knotenpunkt zwischen dem Biosphärenreservat Elbe, dem Industriegebiet und dem eigentlichen Stadtgebiet samt Altstadt bilde. Harth stellte gemeinsam mit seinen Kollegen Susana Villares, Jose Ramos und Miguel Ortega vor, was für ein Wohngebiet in derartiger Lage in Frage kommt. Die erste Idee: Stadtvillen. Die jungen Architekten haben fünf dieser einzeln stehenden Gebäude auf dem Areal so platziert, dass die Bewohner das Wasser im Blick haben. Es handelt sich um Mehrfamilienhäuser, die sich durch eine anspruchsvolle und zeitgemäße Architektur auszeichnen sollten, so Harth. Diese muss nicht der jener Gebäude entsprechen, die das Architekturbüro zur Verdeutlichung seines Konzeptes bildlich darstellte. Harth sagte zur nähere Erklärung: „Alle Wohneinheiten sind dreiseitig belichtet, bieten eine Orientierung zur Elbe und sind mit großzügigen Terrassen ausgestattet.“

Die zweite Konzeptidee setzt auf Gemeindeinseln. Das bedeutet, dass sich Eigenheimbauer mit etwa den gleichen Ansprüchen an ihr Domizil zusammenfinden müssten, um gemeinsam ein Projekt zu verwirklichen. Denn eine solche Insel setzt sich aus mehreren Baukörpern zusammen.

In der Diskussion zu den Entwürfen favorisierten die Mitglieder im Bauausschuss die Stadtvillen. Einer der Vorteile aus ihrer Sicht: Die Häuser können unabhängig voneinander nach Bedarf errichtet werden. Das Modell Stadtvillen bzw. das Modell Gemeindeinseln würde 26 bzw. 27 neue Wohnungen bringen.

Mit der Projektvorstellung sei aber noch keine Entscheidung gefallen, was wer auf dem Areal errichten wird, das betonte im Gespräch mit dem „Prignitzer“ Bauamtsleiter Martin Hahn.

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