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Der Prignitzer

17. Oktober 2017 | 20:57 Uhr

Scherenschnitt für Millionenprojekt

vom

svz.de von
erstellt am 05.Sep.2013 | 06:42 Uhr

Perleberg | Mit dem symbolischen Durchschneiden des Bandes wurde gestern im Herzen der Rolandstadt ein Millionenprojekt feierlich eingeweiht, genauer gesagt ein Projekt, das 1 020 000 Euro kostete und in den Genuss einer 80-prozentigen Städtebauförderung aus Bundes- und Landesmiteln kam. Vor gut einem Jahr begannen die Arbeiten für den Ausbau der Straße Am Hohen Ende einschließlich der Pferdeschwemme und der Gasse An der Mauer. Der bis in den April hinein andauernde Winter verzögerte das Projekt. Dennoch konnte bereits am 29. April das Hohe Ende für den Verkehr freigegeben werden, am 21. Juni folgte der Knotenpunkt Poststraße/Karl-Marx-Straße. Im August wurden dann die Arbeiten in der Gasse An der Mauer und an der Pferdeschwemme fertig gestellt. Mit der Pflanzung von acht Winterlinden soll das Vorhaben in diesem Herbst vollendet werden.

Kinder aus den städtischen Kitas Piccolino und Knirpsenland setzten gestern insbesondere den historischen Ort der Pferdeschwemme in Szene: Auf Steckenpferden ritten sie an diesem Ufer der Stepenitz ein, setzten mit Unterstützung von Bürgermeister Fred Fischer kleine, selbst gebastelte Papierboote in den Fluss und boten als Kinderchor Lieder dar. Der Weg vom Hohen Ende hinab zur Pferdeschwemme ist für Fußgänger jetzt als eine Rampe gestaltet, die den Höhenunterschied serpentinenartig überwindet. Für manchen Rollstuhl- oder Elektromobilfahrer sind die Kurven sehr eng. Auch wenn man sein Fahrrad hinaufschieben wollte, würde der Platz sehr knapp werden. Allerdings, so die Verantwortlichen, könne genauso gut die daneben befindliche, schwach befahrene Straße alternativ benutzt werden. Einige der gestern anwesenden Rolli-Fahrer meisterten den Aufstieg mit ihren Behindertenfahr stühlen gut.

Versorgungsunternehmen wie WTAZV, PVU und Telekom nutzten die Tiefbauarbeiten, um Leitungen neu zu verlegen. Zudem wurden 14 Straßenleuchten aufgestellt. Aufwändig gestalteten sich in diesem Teil der Altstadt die Pflasterarbeiten: Auf insgesamt rund 4200 Quadratmetern Verkehrsfläche wurden Granit-, Feldstein- und Mosaikpflaster sowie Betonsteinplatten verlegt. Beteiligt waren an der Umsetzung fast ausschließlich Prignitzer Firmen. Lediglich die Natursteinpflasterung, Verkehrssicherung und archäologische Begleitung setzten auswärtige Betriebe um. Für Klaus Gatzke, Geschäftsführer des Generalauftragnehmers Universalbau GmbH Perleberg, war es übrigens die letzte große Baustelle, die er selbst betreute. Er ging Ende Juni in den Ruhestand.

Mit dem Areal um die Pferdeschwemme wurde in Perleberg in den zurückliegenden sechseinhalb Jahren bereits das 18. Verkehrsprojekt umgesetzt, bemerkte Fred Fischer in seiner kurzen Festansprache. Er nutzte gestern auch die Gelegenheit, dem Blumenhaus von Margrit Haupt aus der angrenzenden Poststraße zu danken: Die Floristen sponserten die erste Bepflanzung für die Blumenkübel.

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