Wittenberge : Schatzsuche im Packhofviertel

Was kann, was wird aus dem Packhofviertel?  Collage: Büro StationC23, Büro subsolar*
Was kann, was wird aus dem Packhofviertel? Collage: Büro StationC23, Büro subsolar*

Bewohner tragen Gedanken, Meinungen und Vorstellungen zu ihrem Quartier zusammen

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03. November 2017, 12:00 Uhr

„Die Bewohnerstruktur ändert sich“; „muss erhalten werden“; „symbolisch für die Stadt“; „Endzeit-Filme“: Gelbe Punkte mit diesen und ähnlichen Bemerkungen markieren, ergänzt durch Handsymbole, auf einer Karte des Packhofviertels Straßen, Ecken, Bereiche.

Die so markierte Karte ist Ergebnis intensiver Gespräche. „Denn im Zuge der städtebaulichen Rahmenplanung für das 42 Hektar große Viertel haben in den vergangenen beiden Wochen mehrere Interviews mit Bewohnerinnen und Bewohnern stattgefunden“, sagt Architektin Beatrice Puschkarski vom Büro StationC23 aus Leipzig. Sie hat gemeinsam mit der Architektin Sarah Bäcker vom Büro subsolar* architektur und stadtforschung Berlin die Moderation dieser sogenannten „Viertelrunden“ mit den Menschen aus dem Packhof übernommen.

Wie der „Prignitzer“ in seiner Ausgabe vom 12. Oktober berichtete, geht es um langfristige Planungen für das Stadtquartier, in dem rund 1000 Wittenberger ihr Zuhause haben. Und die Leute sollen mitreden, mitbestimmen, wenn es um die Zukunft des Viertels geht, das wegen seiner Lage zwischen Stadtzentrum und Wasserkante eine besondere Bedeutung für die gesamte Stadt hat. „Etwa ein Dutzend interessierte Bürger – von jung bis alt, von frisch zugezogen bis lang verwurzelt mit der Stadt – hat sich getroffen und in lockerer Atmosphäre zunächst den ganz persönlichen Bezug zum Gebiet erläutert. Anschließend konnten die Teilnehmenden auf spielerische Weise ihre Gedanken, Meinungen und Vorstellungen zum Packhofviertel in einer ,Schatzkarte’ festhalten“, berichtet Beatrice Puschkarski.

Teils habe die Reise in die Vergangenheit, teils der Blick in die Zukunft im Vordergrund gestanden, „doch war jede Erzählung spannend und aufschlussreich“.

Und unabhängig davon haben die Treffen dazu beigetragen, dass sich so manche Nachbarn einmal näher kennenlernten“, so die Akteure der „Viertelrunden“.

Das Ergebnis dieser Runden ist öffentlich, jeder kann sich informieren. Denn im Schaufenster des Workshoplokals „Safari“ am Bismarckplatz 6 hängt die Karten mit den gelben Punktmarkierungen und den Handsymbolen jetzt aus.

Und die kommenden zwei „Viertelrunden“ sind bereits geplant. Sie finden in den nächsten beiden Novemberwochen statt. „Falls Sie noch mitmachen wollen, melden Sie sich gern unter viertelrunde@subsolar.net an“, wenden sich die Architektinnen an Bewohner im Packhofviertel.

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