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Pumpwerk in Wittenberge : Schaltzentrale wird modernisiert

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Schmutzwasserpumpwerk an der Perleberger Straße bekommt unter anderem neuen Betonboden

von
erstellt am 31.Aug.2017 | 08:00 Uhr

Es ist so unscheinbar und trotzdem so wichtig für viele Bewohner im Norden der Stadt: Das Schmutzwasserpumpwerk an der Ecke Perleberger/ Maxim-Gorki-Straße.

Derzeit wird das Gebäude, das größtenteils unter Tage liegt, vom Eigenbetrieb Abwasserentsorgung auf Vordermann gebracht. „Es wurden bereits die Schäden beseitigt, die durch den Wassereinbruch an den Außenwänden entstanden waren“, sagt Torsten Benecke von der Wittenberger Niederlassung des Ingenieurbüros Rauchenberger. Er steht gestern zusammen mit Bernd Insel, dem technischen Bereichsleiter des Eigenbetriebs, gut acht Meter unter der Erde im Pumpenraum. Hier wird das Schmutzwasser von vielen Bürgern der Nordstadt durch die Maschinen stündlich in ein höher liegenden Kanal gepumpt. Seitdem das Gebäude in den 1950er Jahren errichtet worden ist, hat sich das Grundwasser seinen Weg in die 90 Zentimeter dicken Wände und das Fundament gesucht. Kein Wunder, denn das Grundwasser umschließt das Werk. „Über uns kommen eigentlich noch drei Meter Wasser“, sagt Torsten Benecke und zeigt nach oben.

Im Schmutzwasserraum stehen ebenfalls Arbeiten an.
Im Schmutzwasserraum stehen ebenfalls Arbeiten an. Foto: Reik Anton
 

Nun ist es an der Zeit, zu handeln. Besonders in den Ecken des Pumpenraums haben sich in den Wänden feine Risse gebildet. Die dadurch entstandenen Zwischenräume werden durch Abdichtungsharz wieder verschlossen. Die Masse wird über eine Art kleiner Ventile in die Wand injiziert. „So müssen wir nicht die kompletten Wände aufreißen“, erklärt Torsten Benecke. Doch damit nicht genug. Im ersten Bauabschnitt wurden bereits die poröse Betonoberfläche abgestrahlt, der Korrosionsschutz für die freiliegenden Bewährungen erneuert, die Wände reprofiliert sowie die Geländer und Türen saniert. Die Treppen sollen einen rutschfesten Belag erhalten. Die drei Pumpen selbst, zwischen 20 und 25 Jahre alt, sind noch einwandfrei und müssten nicht ausgetauscht werden, sagt Benecke. 100 000 Euro sind für den ersten von drei Bauabschnitten eingeplant.

Kommendes Jahr soll im Pumpenraum ein 25 Zentimeter dicker, wasserundurchlässiger Betonboden gegossen werden. Im Schmutzwasserraum nebenan ist vorgesehen, die Betonfläche rund um das Wasserbecken zu erneuern. „Dafür müssen wir den Abwasserzufluss stoppen und eine Umleitung legen“, so Bernd Insel. Im unterirdischen Bereich sollen die Sohle, Wände und Decke mit Kunststoff beschichtet werden. „Das schützt vor der Schwefelsäurekorrosion“, erläutert Insel.

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