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Der Prignitzer

23. November 2017 | 03:09 Uhr

Sammlerstücke und Werbeträger

vom

svz.de von
erstellt am 19.Apr.2012 | 10:36 Uhr

Perleberg | Die Rolandstadt wirbt mit ihrer schönen Optik. Schöne Postkarten jedoch sind Mangelware. Das wird nicht nur seit Längerem von Einheimischen beklagt, sondern auch von Besuchern der Stadt und von Touristikern. "Wir wurden oft im Laden angesprochen, ob wir denn nicht Ansichtskarten im Angebot hätten", erzählt Evelyn Kirbach, Inhaberin des Fotostudios Eylert in der Bäckerstraße. Gemeinsam mit Gerald Dettmer, Inhaber der Werbeagentur Copytron, entwickelte sie die Idee, eigene, limitierte Kartenserien zu produzieren. Inspiriert habe sie auch ein Flug über Perleberg, berichtet Evelyn Kirbach. Beide Unternehmer sind sich einig, dass sich in Perleberg in der Stadtsanierung wirklich viel getan habe und es im Grunde ein Leichtes sei, die Schönheiten zu zeigen. "Wir wollten Karten von Perlebergern für Perleberger machen", bringt es Gerald Dettmer auf den Punkt.

Den Auftakt gab Ende vorigen Jahres eine Serie mit drei grafisch gestalteten historischen Ansichten. Auf einer ist der Roland vermenschlicht worden, dahinter sieht man die Silhouette des Großen Marktes. "Auf den anderen beiden Motiven kann man den Perleberger Kirchturm erkennen, wie er früher mit der ursprünglichen Spitze aussah", verdeutlicht Gerald Dettmer. Alle drei Karten trugen bereits im vergangenen Jahr den Verweis auf die 775-Jahrfeier, die die Stadt 2014 begeht. "Aus diesem Grund behalten wir für das Stadtjubiläum auch noch einige Karten zurück", so Dettmer. Die Postkarten selbst trafen den Nerv der Käufer, der Absatz lief gut.

Und inzwischen gibt es eine zweite Postkartenserie, dieses Mal mit drei aktuellen Fotomotiven aus der Stadt. Ebenso wie bei der Vorgängerserie wurden dreimal 500 Karten produziert. Damit sind die Ansichten auch für Sammler interessant. "Bei einem Motiv sind wir schon mehrmals gefragt worden, wo das denn eigentlich aufgenommen worden sei", sagt Evelyn Kirbach. Fotograf Peter Krips lüftet das Geheimnis: Die Ansicht (Foto links unten) könne man gegenüber des Stadtmuseums bewundern - allerdings nicht ganz so, wie auf dem Foto abgebildet. Dem normalen Passanten versperrt dort nämlich eine Mauer den Blick. Krips begab sich einfach auf eine etwas erhöhte Ebene, um die Ansicht einzufangen. Es komme auf die Perspektive, auf gute Fotografier-Standorte an, um auch verwinkelte oder stark begrünte Ecken Perleberg in Szene setzen zu können, so Evelyn Kirbach.

Serie drei und vier befinden sich übrigens bereits in Vorbereitung, denn auch die aktuellen Postkarten verkaufen sich gut, so dass man in absehbarer Zeit schon wieder Nachschub benötigt. Eine weitere Auflage mit den gestalteten, historischen Ansichten - dann natürlich andere als in der ersten Serie - sei ebenfalls vorstellbar, schaut Gerald Dettmer voraus. Den Preis, so Dettmer, habe man jeweils so gestaltet, dass jeder sich die Karten leisten könne. Dieses Prinzip gelte auch für ein weiteres kleineres Projekt: Die Macher der Perleberg-Ansichtskarten möchten nämlich dieses Jahr auch erstmals eine Weihnachtskarte herausgeben. Das entsprechende Dezember-Motiv vom Großen Markt liegt bereits vor.

Zu haben sind die Postkarten nicht nur im Fotostudio, sondern auch im Hotel "Stadt Magdeburg". Weiteren Verkaufsinteressenten gegenüber, so Gerald Dettmer, sei man offen.

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