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Die Märchenmacher von Kletzke : SagenHaftes Aschenputtel

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Zwischen den Jahren ist in Kletzke Märchenzeit und das Publikum drängt sich auf den Bänken.

von
erstellt am 02.Jan.2017 | 05:00 Uhr

Vom unglücklichen Mädchen, das in der Asche vor dem Kamin schläft, zur strahlenden Prinzessin in den Armen ihres Prinzen: Das Märchen von Aschenputtel sei die „allerschönste und gleichzeitig traurigste Geschichte der Welt“, ist Marion Honzik vom Dorftheater „SagenHaft“ überzeugt. Und genau diese wunderbare Geschichte hatte der Dorfverein in diesem Jahr für seine Märchenaufführung einstudiert. Dicht gedrängt saßen die Zuschauer auf den Sportbänken in der alten Turnhalle. Schon eine Viertelstunde vor Beginn gab es so gut wie keinen freien Platz mehr. Denn die SagenHaften Märchenaufführungen sind im wahrsten Sinne des Wortes einmalig. Marion Honzik und Christine Streese, im Verein fürs Geld zuständig, wie sie sagt, bestätigen: Ja, es gibt immer nur eine Vorstellung in der Kletzker Turnhalle, dem angestammten Spielort, zur angestammten Zeit – zwischen Weihnachten und Silvester.

Auf diese eineinhalb Stunden zielen alle Mühen, Anstrengungen, alle kreativen Ideen das ganz Jahr über. Ist es nicht wahnsinnig schade, dann nur eine solche Inszenierung nach nur einer Aufführung ad acta zu legen? Die beiden Powerfrauen sagen: „Wir sind es nicht anders gewöhnt. Es fehlt die Zeit. Die meisten gehen arbeiten.“ Wenig später stehen die beiden als Königin und als böse Stiefmutter auf der Bühne. Christine Streese sagt: „Ich spiele nicht gern eine Liebe.“

In der Turnhalle drängen sich die Zuschauer dicht an dicht. Mit dabei auch Christa Steffen und viele Mitglieder ihrer Familie. Sie freut sich: „Meine Enkelin spielt auch mit. Aber ich wäre auch sonst gekommen, die Aufführugnen sind immer toll.“ Die Enkelin ist Sarita Helbig. „Früher habe ich immer zugeguckt und seit fünf Jahren spiele ich mit“, erzählt die junge Frau, die zwei Freundinnen ebenfalls für SagenHaft begeistert hat. Den Theaterverein freut es. Wenn auch die Märchen ewig jung bleiben, braucht man doch auf der Bühne Nachwuchs. Und das Dorftheater ist sehr froh über die Unterstützung, die es von der Gemeinde, der Agrargenossenschaft und weiteren SagenHaft-Freunden erhält. „Ohne diese Hilfe gebe es keine Aufführung“, sagen die Akteure.

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