Theateraufführung : Sagenhafte Weihnachtskomödie

Die Darsteller  in der Komödie „O(je)h du Fröhliche“ kurz vor dem Start der Aufführung am Samstagabend: Das Lampenfieber steigt. Fotos: Birgit Hamann
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Die Darsteller in der Komödie „O(je)h du Fröhliche“ kurz vor dem Start der Aufführung am Samstagabend: Das Lampenfieber steigt. Fotos: Birgit Hamann

Dorftheater Kletzke führte erstmals nach vielen Jahren kein Märchen auf, sondern wechselte das Genre / Termin für 2014 bereits avisiert

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30. Dezember 2013, 02:00 Uhr

Sagenhaft, dass die Kletzker Laienspieler es Jahr für Jahr schaffen, ihr Publikum zu verzaubern und stets etwas Neues auf die Bühne bringen. Der Name der Vereins „Dorftheater Sagenhaft“ ist also durchaus Programm. Der Inhalt des Stückes im Jahr 2013 war jedoch ausnahmsweise mal nicht der Sagen- und Märchenwelt entlehnt. „Märchen – das erwarten inzwischen alle von uns. Wir wollten einfach mal was anderes ausprobieren“, sagt Christine Streese, eine der Aktiven im Verein. Die Truppe entschied sich für „O(je)h du Fröhliche“ von Wolfgang Binder. Das Stück spielt in der Gegenwart, führt dem Publikum auf lustige Art und Weise den „Weihnachtswahnsinn“ ebenso vor Augen wie Missverständnisse zwischen Mann und Frau, die entstehen können, wenn der Göttergatte vor seinem Weib Geheimnisse hat. Gewürzt mit ein wenig Verwechslungskomödie konnte man sich über teils turbulente Szenen auf der Bühne amüsieren.

Die Sitzplätze in der Kletzker Turnhalle, die für die Aufführung stets sehr aufwändig vorbereitet und ausstaffiert wird, waren wieder gut gefüllt. „An die 100 Leute kommen jedes Jahr“, sagt Vereinsvorsitzende Marion Honzik. Der einst aus der Not heraus geborene Termine – zwischen Weihnachten und Neujahr – erweist sich als Glücksgriff.

Honzik betont, dass die Veranstaltung ein Gemeinschaftsprojekt vieler Partner sei. Mitglieder des Sportvereins TuS Kletzke sorgen für die Verpflegung der Besucher. Unterstützung materieller bzw. finanzieller Art gibt es zudem von der freiwilligen Feuerwehr, der Gemeinde Plattenburg sowie von im Ort ansässigen Unternehmen, wie Agrargenossenschaft, Tankstelle und Fleischerei Hildebrandt. Durch diesen starken Zusammenhalt können Defizite, die durch die schrumpfende Mitgliederzahl im Verein entstehen, aufgefangen werden. Der 2001 gegründete Verein hatte einst 19 Mitglieder, aktuell sind es noch zwölf, neun davon standen Samstagabend auf der Bühne.

In den Wochen und Monaten vor dem Weihnachtsfest wird regelmäßig, jeden Freitag, geprobt. „Das Stück steht in der Regel bereits im Februar fest, im September beginnt dann die intensive Arbeit“, erzählt Marion Honzik. Die Proben finden zunächst in einem kleinen Raum statt. Erst kurz vor der Aufführung werden Bühne, Dekoration und Tontechnik aufgebaut, könne man unter Live-Bedingungen üben. Schon bevor Samstag die Komödie auf der Bühne ihren Lauf nahm, kreisten die Gedanken der Laienspieler um das Stück für 2014. „Wir haben vorhin gerade im Laptop geschaut: Was gibt es, was ist für uns möglich?“, erzählt Marion Honzik und muss selbst über die Ungeduld der Kletzker Theatertruppe schmunzeln. Den 27. Dezember 2014 haben sie als Termin bereits ins Auge gefasst. Und: Ein berühmtes Märchen geistert durch ihre Köpfe. Man darf gespannt sein.

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