Angebot erweitert : Safari lädt ins Freiluftkino

Im Innenhof gibt es eine Leinwand und eine Bar / Im nächsten Jahr könnte ein Bürgergarten entstehen

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22. September 2020, 12:00 Uhr

Jetzt haben sie sogar ein Freiluftkino. Die Macher des Stadtsalons Safari am Bismarckplatz in Wittenberge haben den Innenhof für sich und ihre Ideen entdeckt. 15 Stühle stehen vor einer kleinen Leinwand, davor ein Beamer. Kata Oldziejewska schenkt in der Bar Wein aus. Alles wirkt ein wenig provisorisch, aber das stört weder die 15 Gäste noch die Betreiber.

Es ist erst wenige Wochen her, da war der Innenhof noch eine grüner Dschungel. „Der frühere Radschuppen war völlig zugewachsen, umrankt von Efeu und Brombeeren“, erzählt Juliette Cellier. Sie haben aufgeräumt. Der Schuppen ist jetzt eine Bar mit Lichter- und Wimpelkette. Im Hof kann man sich bewegen, ohne Angst vor Dornen haben zu müssen.


An Ideen mangelt es nicht

Juliette Cellier zeigt auf eine angrenzende Fläche. Auch diese haben sie beräumt. Gut 50 Quadratmeter groß sehen sie hier Potenzial für weitere Aktivitäten. „Es gibt die Idee zu einem Bürgergarten“, sagt Cellier. Mit Interessierten könnte man Hochbeete bauen. So ein Workshop würde gut in ihr Programm passen.

An Ideen mangelt es ihr und ihren Partnern Adriana Osanu und Frederic Schröder nicht. Cellier zeigt auf das am Safari angrenzende Nachbarhaus im Innenhof. Es steht leer und gehört der Wohnungsbaugesellschaft Wittenberge. Sie könnten sich vorstellen, dieses mit zu nutzen. Ein Café ist dabei die kühnste Idee. „Wir wollen mit der Wohnungsbaugesellschaft sprechen, welche Möglichkeiten einer Renovierung es gibt, wie die Mietkonditionen aussehen könnten“, sagt Cellier. Bei allen Plänen die sie schmieden, geht es auch um Fördermittel, denn eigene Einnahmen haben sie mit dem Stadtsalon noch nicht. Veranstaltungen und Imbiss laufen auf Spendenbasis. Über das Programm „Demokratie leben“ hoffen sie auf Unterstützung.


Viele Möglichkeiten durch Corona eingeschränkt

Die Filmabende am Freitag und Sonnabend waren schnell ausverkauft. Thema war die Verfolgung und Ermordung von Sinti und Roma während des Holocausts. Die Kurzfilme wurden bereits auf dem Roma Filmfestival Ake Dikhea gezeigt.

15 Plätze haben sie im Angebot. Nicht viel, aber die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Auflagen schränken ihre Möglichkeiten erheblich ein. Der Stadtsalon ist klein. Tauschbörse, Reparaturcafé, Lesungen oder Bierverkostung – fast alle der von ihnen ins Leben gerufenen Veranstaltungen sind derzeit noch nicht wieder möglich. Immerhin werde die Bücher- und die soziale Tauschbörse auf dem Bismarckplatz gut angenommen. Beide befinden sich in der bunten Holzkonstruktion. Wer etwas mitnimmt, muss etwas abgeben. So einfach sei das Prinzip.

Die nächste Veranstaltung wird es am 25. September geben. Filmische Eindrücke aus der Region und Livemusik. Beginn ist um 19 Uhr.

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