Tag der offenen Tür : Russisch und Bio im Fokus

Eric (11) mikroskopiert beim Tag der offenen Tür im Perleberger Gottfried-Arnold-Gymnasium.  Fotos: Paul Grotenburg (3)
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Eric (11) mikroskopiert beim Tag der offenen Tür im Perleberger Gottfried-Arnold-Gymnasium. Foto: Paul Grotenburg

Gymnasien in Wittenberge und Perleberg stellen sich vor / Schnupperunterricht in dieser Woche

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22. Januar 2018, 05:00 Uhr

Nancy Bartholl und ihr Sohn Yannik aus Bad Wilsnack stehen im Raum 1-01 des Hauses II des Marie-Curie-Gymnasiums in Wittenberge. Die Schule hat am Sonnabend zum Tag der offenen Tür geladen. Vor ihnen auf dem Tisch liegen Bücher, Plakate und Lernmaterialien. Sie alle thematisieren das Unterrichtsfach Russisch.

Yannik wechselt im Sommer von der Elbtalgrundschule in Bad Wilsnack auf die weiterführende Schule. Wenn er sich für das MCG in Wittenberge entscheidet, steht für ihn fest: „Ich wähle Russisch als zweite Fremdsprache. Die Sprache ist interessanter als Französisch oder Latein und ich verstehe schon ein bisschen“, verrät er, während er über einem Quiz grübelt, das die beiden Schülerinnen Anna Karius und Marie-Luise Drewitz aus der zwölften Klasse vorbereitet haben. Wobei grübeln das falsche Wort ist. Fast schon mit Leichtigkeit beantwortet er die gestellten Fragen: „Welcher See, auch blaues Auge von Sibirien genannt, ist der tiefste und älteste der Welt?“, „Wie oft würde Deutschland auf die Fläche Russlands passen?“ oder „Was ist Kwaß?“.

Wo viele verzweifeln und wenn überhaupt mit der Antwort „Baikalsee“ nur eine Lücke ausfüllen können, glänzt Yannik mit Wissen. „In meiner Familie hatten alle russisch in der Schule und wir interessieren uns sehr für das Land und die Sprache und deshalb konnte ich einige Fragen selber beantworten, bei manchen half mir meine Mutter.“ So weiß der Sechstklässler auch, dass Deutschland 47 mal in die Fläche Russlands passen würde und Kwaß eine Art Malzbier ist.

Wenn sich Yannik für das Gymnasium entscheidet, warten in Klasse sieben und acht jeweils vier Wochenstunden Russisch auf ihn. Der Tag der offenen Tür sei dazu da, einen möglichst großen Überblick zu liefern, welche Aktivitäten die Schule anbietet, erzählt Schulleiter Andreas Giske. „Wir sind nun rund zwei Wochen vor den Halbjahreszeugnissen und die Sechstklässler wissen jetzt, wo die Reise für sie hingeht. Da bietet es sich an, ihnen, und besonders den Eltern, Informationen zu präsentieren“, so Giske. Die Kinder konnten bereits im Dezember einen Schnuppertag absolvieren und dabei dem Unterrichten folgen.

Diese Möglichkeit bietet auch das Gottfried-Arnold Gymnasium in Perleberg, an dem zeitgleich am Sonnabend auch der Tag der offenen Tür stattfindet. In dieser Woche können Sechstklässler außerdem von 9.30 bis 12 Uhr ohne Anmeldung in den Fremdsprachen- und Naturwissenschaftsunterricht hineinschnuppern, berichtet Schulleiter Veit Goralczyk-Pehl. Ihm ist besonders wichtig, dass Kinder mit dem Ziel Abitur direkt an der Schule angemeldet werden und nicht erst im weiteren Verlauf der Schullaufbahn aufs Gymnasium wechseln. So könne von Beginn an eine Dreizügigkeit, mit weniger Kindern pro Klasse, angeboten werden. Dies führe zu einem angenehmeren Lernklima, so Goralczyk-Pehl. Eric, 11 Jahre alt, kommt im Sommer aller Voraussicht nach auf das Perleberger Gymnasium. Mathe ist sein Lieblingsfach. Am Sonnabend zeigt er sich zudem auch sehr interessiert an Biologie und lässt sich von Anna und Lara aus der zehnten Klasse die Themen des Unterrichts zeigen. Für seine Mutter, Katja Wilke, ist der Wechsel ihres Sprösslings etwas Besonderes. Schon sie besuchte das Arnold-Gymnasium. Ihr Mann Karsten Wilke findet: „Wichtig ist, dass die Lehrer die Kinder begeistern können zu lernen. Das ist das A und O für eine gute Schulzeit.“

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