zur Navigation springen

Einsatz für den Rudower See bei Lenzen : Rundweg mächtig gelichtet

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Wieder viele fleißige Helfer am dritten Arbeitswochenende in Folge am Rudower See. Weitere Projekte müssen folgen

Die Motorsägen sind von Weitem zu hören, die Rauchwolke des abbrennenden toten Geästs zu sehen. Am Rundweg des Rudower Sees herrscht am Wochenende wieder rege Betriebsamkeit – es ist der dritte Arbeitseinsatz in Folge. Technik wie Minibagger und Rüttler sind genauso im Einsatz wie ganz normales Handwerkzeug. Die fleißigen Helfer, am Sonnabend waren es rund 35, die zudem mit Schubkarre, Harke oder Spaten ausgerüstet, kräftig Hand anlegen. Sie haben sich alle morgens am See-Ende getroffen, am Anfang des Weges rücken einige einer morschen Erle und einer morschen Esche zu Leibe. Weiter hinten arbeiten sie sich am Weg vor. Mit Rüttlern versuchen sie, den Boden zu verdichten. „Ich bin von Anfang an dabei“, sagt Tino Rawald und führt den Rüttler über den Weg, er wohne ja am See.

Etwa auf fünf Kilometern des insgesamt 9,8 Kilometer langen Rundwegs sind sie dabei, ihn wieder begeh- und für Mähtechnik befahrbar zu machen – ein Teil des Rundweges ist in Privateigentum. „In diesem Jahr müssen wir einmal mit schwerer Technik durch, damit das, was wir hier machen, auch Sinn macht“, sagt Achim Ramin, der Chef der Alten-Herren-Fußballer, die sich am Sonnabend mit weiteren Lenzenern wie Mitgliedern des Kanuvereins kräftig ins Zeug legen. Sonntag folgt e nochmals der Angelverein. „Es wurde ja 20 Jahre hier nichts gemacht. Es war mal ein traumhafter Weg. Wenn man Besuch bekommen hat, ist man hier immer spazieren gegangen“, erinnert sich Ramin. In all den Jahren war der Weg so zugewuchert, dass nur noch ein schmaler Trampelpfad übrig geblieben war. Das soll mit der gebündelten Aktion, die die Arbeitsgruppe „Rettet den Rudower See“ ins Leben gerufen hat, endlich ein Ende haben. „Damit wir das hier für die Lenzener und Touristen erhalten“, so Ramin, der betont, dass man aber immer auch die Natur im Blick hat. Die können Spaziergänger künftig auch an den neu angelegten Rastplätzen genießen.

An den vergangenen drei Wochenenden gab es große Unterstützung von Bürgern, Vereinen, Firmen, der Stadt, die Hand anlegten, Technik zur Verfügung stellten oder bei der Organisation halfen. „Es geht darum, erst einmal wieder eine Grundordnung reinzubekommen, und wir wollen damit ein Zeichen setzen“, erklärt Ralf Behrens, Mitinitiator der Arbeitsgruppe, der hinzufügt: „Uns geht es darum, den Weg auch für Mähtechnik befahrbar zu machen, damit man zweimal im Jahr dort Pflegemaßnahmen vornehmen kann. Von Hand wird das auch künftig keiner machen.“ Es ist allen bewusst, dass die Stadt Lenzen das nicht allein stemmen kann. Er habe, so Behrens, am Dienstag ein Gespräch mit der Stadt und Stadtverordneten geführt. Man habe sich verständigt, dass es weitere Projekte geben müsse. 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen