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Wegsanierung : Runde Sache im Hennigshofer Weg

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Für 193 000 Euro Lückenschluss und damit Rundkurs geschaffen / Gestern erfolgte die offizielle Übergabe mit Dank an alle Beteiligten

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erstellt am 16.Jan.2015 | 13:08 Uhr

„Wir hatten richtig Heißhunger auf die Straße“, gesteht schmunzelnd der Quitzower Ortsvorsteher Armin Schwarz. Gestern wurde der asphaltierte und mit Kirschen-, Birnen-, Apfel- sowie Pflaumenbäumen gesäumten Lückenschluss zum Hennigshofer Weg offiziell übergeben. Angesichts der Obstbäume, die irgendwann auch reife Früchte tragen werden, dürfte das Wort Heißhunger da vielleicht nicht ganz unbegründet sein.

Als Anfang Oktober die Firma Eggers Umwelttechnik GmbH anrückte, da erntete sie noch ungläubige Blicke im Dorf. „Die bauen ja wirklich eine neue Straße“, diesen Satz hörte Armin Schwarz immer wieder und nicht ohne Stolz, wie er sagt, konnte er verkünden, dass Dank Fördermitteln endlich Realität werde, was die Quitzower über Jahre immer wieder forderten: Die Anbindung zum Hennigshofer Weg. „Und sie ist doch toll geworden, straßenmäßig ist unser Dorf jetzt super aufgestellt – für die Landwirtschaft und zugleich auch für den Tourismus“, so der Ortsvorsteher. Worte der Bewunderung höre er immer wieder auch von den Gästen des Neuen Hennigs Hofes. So ein kleines Dorf, das so gut angebunden sei, das finde man nicht oft.

Überaus zufrieden gibt sich auch Edwin Grönboldt, Geschäftsführer der Agrargenossenschaft, und damit unmittelbarer Anlieger. Entstanden sei ein Weg, der sich nicht nur gut befahren lasse, sondern auch in die Landschaft passe. In diesem Zusammenhang lobte er noch einmal das enge Miteinander von Bauamt und Baufirma. „Was machbar war, wurde gemacht.“ So wurde auch ein Stück der maroden Betonstraße im Bereich der Einfamlienhäuser im Hennigshofer Weg abgefräst und mit einer Asphaltschicht versehen.

Maren Plume, der junge Betreiberin des gleichnamigen Reiterhofes, der direkt an der neuen Straße liegt, ist die Freude förmlich anzusehen. „Es sieht hier jetzt richtig gut aus, ordentlich und alles ist viel leichter sauber zu halten. Alle, die nun zu uns wollen, erreichen uns auch trockenen Fußes.“

512 Meter ländlicher Weg, der zuvor mehr Löcher als ein Schweizer Käse hatte, wurden ausgebaut auf der ursprünglichen, historischen Trasse, das heißt auf städtischem Grund und Boden. Zuerst musste aber der sogenannte Emsche Brunnen, eine Abwasseranlage, die seit vielen Jahren außer Betrieb war, zurückgebaut und damit eine Altlast beseitigt werden. Was nicht ganz einfach war, wie Thomas Mader vom Ingenieurbüro Pöyry, Büro Perleberg, berichtet. Für 193 000 Euro – 75 Prozent der Netto-Baukosten flossen aus Mitteln des Fonds zur Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) und aus dem Leader-Programm – ist nun die Anbindung zum Hennigshofer Weg geschaffen. Eine Anbindung, um vorwiegend den landwirtschaftlichen Verkehr aus dem Dorf und alternativ auf eine ordentliche Straße zu bekommen. Zugleich entstand in drei Bauabschnitten ein idealer Rundkurs für Spaziergänger, Skater und Radler. Hinsichtlich der Querung des Geländes des Neuen Hennigs Hofes wolle man als Stadt noch mal das Gespräch mit dem Sport- und Vital-Resort suchen, so Bürgermeister Fred Fischer.  

 

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