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Rathaus Wittenberge : Rund 2000 Euro Schaden durch Böller

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Unbekannte sprengten Fenster und Lampen kaputt, sogar Stuck bröckelte von der Decke

von
erstellt am 06.Jan.2015 | 20:00 Uhr

„Wir rechnen mit einer Summe von mehr als 2000 Euro, die wir für die Behebung der Schäden investieren müssen.“ Diese Zwischenbilanz zog Gisbert Rosenau vom Wittenberger Hauptamt in Bezug auf die Schäden, die Unbekannte in der Silvesternacht am Rathaus verursachten – mutmaßlich durch das Zünden von illegalen Feuerwerkskörpern. Infolge der Explosion waren mehrere Fensterscheiben zu Bruch gegangen, die Gläser zweier Lampen zersprungen und die Eingangstür des Rathauses beschädigt worden. Weiterhin bröckelten Stuckelemente von der Decke.

„Momentan sind wir noch dabei, die Schäden genau zu beziffern, Angebote für Reparaturen einzuholen“, fügt Rosenau hinzu. Es sei geplant, alles sukzessive und zeitnah wieder instand zu setzen. Fakt ist: Die Stadt bleibt wohl auf den Kosten sitzen, eine Versicherung, die für die Reparaturen aufkommt, gibt es laut Stadtsprecherin Christiane Schomaker nicht.

Offen bleibt die Frage nach dem Warum. Warum diese sinnlose Zerstörungswut? Briefkästen und Müllcontainer sind seit Jahren beliebte Ziele von Hobby-Sprengmeistern – der neue Wertstoffentsorger SDL registrierte gleich zu Jahresbeginn mehrere beschädigte Container, davon einen mit Totalschaden.

„Die Sachbeschädigung am Rathaus in Wittenberge war schon herausragend unter den Fällen, die wir an Silvester registriert haben“, bemerkt Dörte Röhrs von der Polizeidirektion Nord. Die Beamten hätten vor Ort Spuren gesichert, vieles deute auf pyrotechnische Erzeugnisse als Ursache der Beschädigungen hin. „Genaueres wissen wir aber erst, wenn die Spezialisten vom Landeskriminalamt das Beweismaterial untersucht haben“, so Röhrs.

Zeugen hatten gegenüber der Polizei angegeben, in der Silvesternacht gegen 2.30 Uhr einen ohrenbetäubenden Knall aus dem Eingangsbereich des Rathauses gehört zu haben. Die Ermittler bitten weiterhin Bürger, die in dieser Zeit etwas Verdächtiges im Zusammenhang mit der Explosion bemerkt haben, sich bei der Polizeiinspektion Prignitz unter Tel. 03876/7150 zu melden.

Dass sie bei ihrer Untat gefilmt wurden, müssen die Täter indes nicht befürchten. Zwar hängt vor dem Rathaus ein Schild, das auf eine elektronische Sicherung des Gebäudes und eine Videoüberwachung hinweist. Erstere reagiert aber nur auf Einbruchsversuche, die Kameras hingegen existieren nicht.

„Vielleicht muss man perspektivisch darüber nachdenken, doch eine Kamera zu installieren, um Vandalen abzuschrecken“, sagt Gisbert Rosenau. Die Abschreckung sei aber nur ein Teil des Nutzens, ergänzt Dörte Röhrs. „Wir können viel besser ermitteln, wenn wir Bildmaterial der Täter haben.“

 

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